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Martin Jol war vor dem Engagement beim HSV Trainer bei Tottenham Hotspur © getty

Der HSV kann mit einem Sieg beim BVB mit Wolfsburg gleichziehen, Werder empfängt Bochum, Stuttgart tritt gegen Frankfurt an.

München - Ist die Moral beim Hamburger SV nach dem Aus im DFB-Pokalhalbfinale gegen Werder Bremen am Boden?

"Ich habe keine Angst davor, dass jetzt alles zusammenbricht", sagt Klub-Chef Bernd Hoffmann.

Am Samstag (ab 15 Uhr LIVE) tritt sein Team bei Borussia Dortmund an. "Und da wollen wir einen wichtigen Schritt in Richtung Champions League machen", fügt Hoffmann an.

Von Schreckensszenarien, der HSV könne nun alles verspielen, will auch Trainer Martin Jol nichts wissen.

"Wir haben eine Schlacht verloren, aber noch nicht den Krieg. Über einen Knacks mache ich mir keine Sorgen."

Personell könnte es jedoch besser aussehen. Mladen Petric fällt mit einer Risswunde im Schienbein sicher aus, die Einsätze von Guy Demel (muskuläre Probleme), Jonathan Pitroipa (Hüftprellung) und Marcell Jansen (Knochenhautentzündung) sind fraglich.

Dabei könnte der HSV im Falle eines Sieges für mindestens einen Tag gleichziehen mit Spitzenreiter VfL Wolfsburg, der erst am Sonntag bei Energie Cottbus antritt. (Misimovic im Sport1.de-Interview).

Der FC Bayern empfängt den FC Schalke (Klinsmann will das Maximale).

Beim Tabellendritten beschäftigt man sich derzeit nur am Rande mit dem Thema Titel. Erreichtes verteidigen, nicht höhere Ziele ausrufen, lautet das Credo.

Hummels noch nicht fit

Die Dortmunder sind in dieser Saison noch ohne Heimniederlage. Zuletzt gelangen dem Team von Trainer Jürgen Klopp vier Siege in Serie.

Gegen Hamburg fallen Mats Hummels (Aufbautraining nach Sprunggelenkverletzung) und Young-Pyo Lee (Sehnenreizung im Fuß) aus (alle voraussichtlichen Aufstellungen).

Vielleicht ist das Match im Ruhrpott für den HSV auch eine willkommene Abwechslung in den "Werder-Wochen".

Schließlich steht das zweite von insgesamt vier Duellen in 19 Tagen bereits am Donnerstag (UEFA-Cup-Halbfinale) an.

Willkommene Abwechslung

Für die ins DFB-Pokal-Finale eingezogenen Bremer bedeutet das Spiel gegen den VfL Bochum in jedem Fall eine "Ablenkung davon, auf einen Gegner fixiert zu sein", so Trainer Thomas Schaaf.

Bochum soll laut Schaaf "für Freiheit im Kopf sorgen".

Bei der Meisterschaft reden die Bremer nicht mehr mit. Eingreifen könnte jedoch noch der VfB Stuttgart, der Eintracht Frankfurt empfängt.

Das Hinspiel endete 2:2, doch die Rollen sind klar verteilt.

Die Schwaben brauchen einen Sieg um Anschluss an die Spitze zu halten und damit die Chance auf einen Platz in der Champions League zu wahren.

Die Eintracht hat in Stuttgart nichts zu verlieren. Mit 32 Punkten auf dem Konto und damit neun Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz können die Hessen relativ gelassen in das Spiel gehen.

Den VfB schmerzt der Ausfall von Kapitän Thomas Hitzlsperger, der nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist.

Dafür rückt der zuletzt verletzte Sami Khedira ins zentrale Mittelfeld. Im Sturm kommt wieder der zuletzt gesperrte Cacau statt Ciprian Marica neben Mario Gomez zum Zug.

Pröll erneut im Tor

Im Tor steht nach der Verletzung von Oka Nikolov erneut Markus Pröll. Einiges deutet darauf hin, dass Eintracht-Coach Friedhelm Funkel die gleiche Elf wie beim 4:1 gegen Mönchengladbach aufbieten wird.

Der Karlsruher SC muss indes das Spiel in der Düsseldorfer LTU Arena gegen Bayer Leverkusen für sich entscheiden, um die geringen Chancen im Kampf um den Klassenerhalt zu erhalten.

Die Chancen stehen gut, dem Team von Bruno Labbadia stecken die 120 Minuten des Pokalspiels gegen Mainz 05 in den Knochen.

In der Partie zwischen Hannover 96 und dem 1. FC Köln kann sich der Sieger ein Stück weit von den unteren Plätzen absetzen.

Hannover ist seit zehn Spielen vor heimischem Publikum ungeschlagen, Jan Schlaudraff und Frank Fahrenhorst stehen Dieter Hecking wieder zur Verfügung.

Christoph Daum kann wieder auf den genesenen Pierre Wome zurück greifen und muss nur auf Marvin Matip verzichten.

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