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Marko Pantelic (l.) gewinnt im Hinspiel einen Zweikampf gegen Jaissle © getty

Vor dem Gastspiel der Hertha in Hoffenheim ist es einmal mehr der serbische Stürmer, der für Ärger sorgt. Die Fakten.

Von Christian Stüwe

München/Berlin - Hertha-Stürmer Marko Pantelic sorgt vor dem Auswärtsspiel Herbstmeister 1899 Hoffenheim (ab 20 Uhr LIVE) am Freitagabend wieder einmal für Wirbel.

Der 30 Jahre alte Angreifer machte Trainer Lucien Favre vorsorglich schonmal schwere Vorwürfe, sollte er gegen Hoffenheim nicht von Beginn an spielen.

"Ich habe voll trainiert und bin gut drauf. Es wäre normal, wenn ich spiele", sagte Pantelic der "Bild".

"Wenn das nicht passiert, arbeitet einer gegen den Verein. Das ist für mich klar", fügte Pantelic hinzu.

Pantelic oder Chermiti?

Der Serbe war in laufenden Saison bisher oft nur zweite Wahl. Da Andrej Voronin nun aber seine Rot-Sperre absitzen muss, müsste Pantelic eigentlich in die Startformation rücken.

Nach den aktuellen Aussägen, dürfte dies aber keineswegs selbstverständlich sein zumal auch der Tunesier Amine Chermiti auf seine Chance hofft.

Vertrag wird wohl nicht verlängert

Schon in der Vergangenheit waren Pantelic und Favre öfters aneinandergeraten. In der Rückrunde hatte der Stürmer seinen Stammplatz verloren.

Es gilt als sicher, dass der Klub den zum Saisonende auslaufenden Vertrag von Pantelic nicht verlängert wird.

Sport1.de hat die Fakten zu dem Spiel.

Ausgangslage:

Es ist das Duell der abgestürzten Mannschaften. Hoffenheim wurde als Aufsteiger sensationell Herbstmeister, belegt in der Rückrundentabelle aber nur den 14. Rang.

Hertha BSC führte am 25. Spieltag noch die Tabelle an, in der Haupstadt wurde von der Meisterschaft geträumt. Nach einer Schwächephase, die erst in der Vorwoche gegen Bremen endete, sind es aktuell fünf Zähler Rückstand auf den Spitzenreiter Wolfsburg.

Bei einem Sieg gegen Hoffenheim würde aber zumindest über Nacht wieder Rang zwei winken. Der Traum ist also nach wie vor lebendig. Für Hoffenheim geht es in der total verkorksten Rückrunde eigentlich nur noch um Schadensbegrenzung.

Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf den fünften Platz, für Trainer Ralf Rangnick geht es in den verbleibenden Spielen in erster Linie darum, dass seine Elf den Spaß am Fußball wieder findet.

Personal:

Bei der Hertha fehlen neben Voronin auch Kapitän Arne Friedrich (Knie-OP) und Pal Dardai (Gelbsperre).

Timo Hildebrand wird wieder das Hoffenheimer Tor hüten, auch Isaac Vorsah ist fit. Fraglich sind allerdings Demba Ba (Patellasehne) und Sejad Salihovic (Probleme mit der Hüftmuskulatur).

Carlos Eduardo, Daniel Haas und Luiz Gustavo sitzen Sperren ab, die Langzeitverletzen Vedad Ibisevic, Mathias Jaissle und Andreas Ibertsberger sind auch nicht mit von der Partie.

Das sagen die Trainer:

Ralf Rangnick (Hoffenheim): "Ich will sehen, dass die Jungs die Spiele wieder genießen. Das wünsche ich mir für die nächsten Spiele. Die Berliner spielen nüchtern und diszipliniert. Es ist kein Zufall, dass sie so weit oben stehen."

Lucien Favre (Berlin): "Wir beschäftigen uns nicht mit dem Tabellenstand, Wir betrachten nur noch jedes Spiel einzeln, und konzentrieren uns ganz auf Hoffenheim."

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Hoffenheim: Hildbrand - Beck, Nilsson, Compper, Janker - Vorsah - Weis, Teber, Salihovic - Obasi, Ba (Wellington)

Hertha: Drobny - Stein, von Bergen, Simunic, Cufré - Ebert, Kacar, Cicero, Nicu (Piszczek) - Raffael, Pantelic (Chermiti)

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