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Gerald Asamoah spielt bereits seit 1999 beim FC Schalke. © getty

Schalke gewinnt wieder. Manuel Neuer, Heiko Westermann und Gerald Asamoah nennen Sport1.de Gründe für den Höhenflug.

Von Mathias Frohnapfel

München - Schalke 04 marschiert wieder. Das internationale Geschäft ist nach dem 1:0-Sieg über den FC Bayern plötzlich eine greifbare Größe für Königsblau.

Platz fünf und man wäre drin im UEFA-Cup, beziehungsweise in der Europa League, wie der Wettbewerb ab der kommenden Saison heißt.

"Die Trainer haben uns nach einem Sieg immer wieder runtergeholt", erklärt Manuel Neuer gegenüber Sport1.de, wieso die Schalker eine makellose Bilanz aus den vergangenen vier Partien haben. ad

"Es gibt keinen Grund abzuheben"

Und die mahnenden Worte des neuen Gespanns um Mike Büskens scheinen in den Köpfen angekommen zu sein. "Es gibt überhaupt keinen Grund abzuheben", entgegnet Keeper Neuer nach dem Sieg über die Münchner.

Zumal die Bayern - nach den Erfolgen über Bielefeld, Karlsruhe und Cottbus - der erste Gegner aus dem oberen Tabellendrittel waren, gegen den Schalke sich bewährt hat.

Effektivität und Konzentration, das sind weitere Schlüsselbegriffe, die immer wieder fallen, wenn man sich derzeit mit Schalkern unterhält.

Über die Abwehr zum Erfolg

Auch bei Heiko Westermann. Und der Nationalspieler führt im Gespräch mit Sport1.de noch eine andere Tugend an, um die wiedergefundene Schlagkraft bei S04 zu charakterisieren.

"Es ist wichtig, dass wir kompakt stehen. Auch im Zentrum."

Außerdem habe die Mannschaft an Ruhe gewonnen, könne jetzt - wie gegen die Bayern gezeigt - auch mal lauern, bis die Chance komme. Kurz gesagt: "Wir sind einfach sehr effektiv im Moment."

Der Verteidiger sieht zudem den Einfluss des Trainerteams Mike Büskens, Youri Mulder und Oliver Reck.

"Ich habe oft genug gesagt, sie machen hervorragende Arbeit. Das war auch im vergangenen Jahr so. Es ist komisch, aber im Fußball ist es so, dass auf einmal ein Lauf da ist."

96831(DIASHOW: Der 29. Spieltag)

Dennoch weist Westermann auch darauf hin, dass "der alte Trainer nicht schlecht war".

Nur den Wechsel von Fred Rutten zu Mike Büskens als Grund für die neue Serie zu nehmen, empfindet nicht nur Westermann als etwas zu einfach.

Schließlich sprechen die häufigen Trainer-Entlassungen bei S04 in den vergangenen Jahren nicht für eine Mannschaft, die leicht zu führen ist.

Asamoah will Trainer behalten

Gerald Asamoah kennt das hitzige Schalker Umfeld seit Jahren, der Stürmer ist für viele Fans die Identifikationsfigur mit dem Ruhrpottklub und auch immer ein Stimmungsmesser.

Er sagt zu Sport1.de: "Die Trainer sind immer mit Spaß bei der Sache, sie wissen wie wir uns fühlen. Sie machen ihre Aufgabe sehr gut und wir als Mannschaft versuchen auch mit ihnen erfolgreich zu sein."

Mit Blick auf die kommende Saison, in der wohl ein neuer Coach kommen soll, merkt er an: "Man muss sich fragen, ob es Sinn macht, jemanden neuen zu holen."

Egal, ob dann mit einem neuen Cheftrainer oder Mike Büskens an der Spitze, der UEFA-Cup ist aktuell das Ziel, das der Mannschaft Kraft im Saisonendspurt gibt.

Ohne einen Ausrutscher der Konkurrenz lässt sich das indes nicht mehr erreichen. "Klar müssen wir darauf hoffen", gibt Westermann zu.

Leverkusen als nächster Gradmesser

Die nächste Aufgabe am Samstag gegen Bayer Leverkusen wird den Schalkern noch ein wenig mehr Auskunft darüber geben, wo sie aktuell tatsächlich stehen.

"Es ist ein Gegner, der sehr auswärtsstark ist, zu Hause haben sie allerdings im Moment nicht so den Lauf. Auf jeden Fall müssen wir da höllisch aufpassen", warnt Westermann.

Aufpassen ist ein gutes Stichwort. Denn am liebsten würde man auf Schalke ja auch die Serie von 360 Minuten ohne Gegentor ausbauen.

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