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Nach der siebten Bundesliga-Niederlage musste Jürgen Klinsmann gehen © getty

Die Sport1.de-User sind geteilter Meinung: Nicht jeder versteht den Entschluss der Bayern. Der Nachfolger sorgt für Erstaunen.

München - Die Entscheidung der Bayern-Bosse hatte sich nach der 0:1-Heimniederlage gegen Schalke angedeutet. (NACHBERICHT: Ohne Hirn und Chance auf den Titel)

Am 27.4. endete dann die Ära Jürgen Klinsmann in München.

Der Rekordmeister entließ den Trainer fünf Spieltage vor Schluss und installierte das Duo Jupp Heynckes/Hermann Gerland als Interimslösung bis Saisonende.

Nicht bei allen stößt diese Entscheidung auf Verständnis. Auch die Sport1.de-User sind geteilter Meinung.

"Jubler" freut sich zwar, bewertet aber die aktuelle Lage äußerst skeptisch:

"Klinsi geht, endlich! Viele Fans haben es ja bereits vor einem Jahr gesagt, Klinsi wird scheitern. Was bleibt, ist eine total zerrüttete Mannschaft. Auch der neue Trainer wird es kaum mehr richten können, der Rauswurf kam einfach zu spät. Am besten Uli macht auch Schluss.

"Alex Z" hat dagegen noch Hoffnung auf ein positives Ende der Saison für die Bayern::

"Der Trainerwechsel war nötig! Oft genug haben Mannschaften nach einem Wechsel wieder groß aufgespielt. Und an Heynckes rumzumeckern, bringt gar nichts! Er ist Interimstrainer und nicht fest verpflichtet für mehrere Jahre. Das ist doch super! So kann man sehen ob Jupp als Trainer was bringt, wenn ja: behalten. Wenn nein: neuer Trainer, und zwar ein internationaler Toptrainer, aber bloß keinen Italiener, langweiligen Fußball wollen wir nicht mehr!"

"Hasenkopf" sieht die Schuld für die sportliche Misere der Bayern nicht nur bei Jürgen Klinsmann:

"Zu einem Missverständnis gehören immer zwei Seiten. Der Vorstand hat die Situation mitzuverantworten. Sie wollten einen neuen Trainer, sie wollten neue Strukturen, eine neue Spiel- und Vereinsphilosophie und neue Ideen. Jetzt ließ sich das Ganze in der ersten Saison wohl nicht mit Erfolg verbinden, was wohl auch mit am Kader lag. Dann eben wieder zurück zur alten Philosophie: deutscher Meister werden, international unter ferner liefen mit Rumpelfußball. Klinsmann hätte Zeit gebraucht. Schade!"

Auch "ProKlinsi" bedauert den Klinsmann-Rauswurf und hat einen Tipp für den 44-Jährigen:

"Schade - ich dachte, die Bayern denken wirklich modern und versuchen es mit langfristigen, nachhaltigen Konzepten. Stattdessen sind sie so unmodern wie wohl kaum ein anderer deutscher Traditionsclub. Der Vorstand hat vielleicht Bundesliganiveau, aber kein Champions-League-Niveau. Ich kann Jürgen Klinsmann nur raten, bei einem modern denkenden Club wie Hoffenheim einzusteigen. Da wird es Ralf Rangnick auch nicht mehr lange machen, weil er dafür viel zu eitel ist."

Jupp Heynckes soll es nun gelingen, für die Bayern doch noch die Meisterschaft einzufahren:

"Tim" traut dies dem neuen Bayern-Coach allerdings ganz und gar nicht zu: "Als ich die Meldung gelesen habe war ich zuerst sprachlos. Aber dieser Zustand dauerte nicht lange an, als ich den Namen Heynckes las. Ich konnte mich kaum halten vor lachen. Ich habe natürlich sofort weiter recherchiert, ob es auch einen für den Trainerjob tauglichen Jupp Heynckes im Fußball-Universum gibt. Aber nein, ich habe mich nicht geirrt. Es handelt sich doch tatsächlich um jenen Jupp Heynckes, der mit Eintracht Frankfurt in den 90ern ein verdammt spielstarkes Team zerschossen hat. Hut ab!" (Diskutieren Sie mit: Rettet Heynckes die Bayern?)

"Chosenfire" dagegen sieht den FCB jetzt auf dem direkten Weg zum 22. Meistertitel: "Heynckes ist ein harter Hund, wobei ich fast behaupte, dass die Mannschaft auch bei Erich Ribbeck oder einem Rugbytrainer aus Samoa gespurt und in die Erfolgsspur zurück gefunden hätte, da diese scheinbar gegen Klinsmann gespielt hat. Wolfsburg hat es schon gestern mit den Nerven gehabt, Hertha ist zu schlecht für den Meistertitel und die anderen."

"Keller" hat das große Ganze im Auge und sieht deshalb den Klinsmann-Rauswurf "aus fußballerischer Sicht als eine kleine Katastrophe. Deutschland mit langsamem, technisch teilweise schlechtem Fußball braucht Leute wie Klinsmann, die modernen attraktiven Fußball in Deutschland einführen. Vielleicht war es einfach zu wenig Trainererfahrung für so einen erfolgsverwöhnten Verein wie den FCB. "

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