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Rudi Assauer war insgesamt 18 Jahre Manager beim FC Schalke 04 © getty

Der ehemalige Schalke-Manager Rudi Assauer kann es einfach nicht lassen und kritisiert die Führung, allen voran Clemens Tönnies.

Gelsenkirchen - Der ehemalige Manager Rusi Assauer hat die aktuelle Führungsriege dvon Schalke 04 um den Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies erneut harsch kritisiert und sich für einen Verbleib des aktuellen Trainergespanns ausgesprochen.

"Wenn man ehrlich ist, muss man sagen: Der Fisch stinkt vom Kopf her", sagte Assauer der "Recklinghäuser Zeitung".

"Sie verstehen nichts von Fußball. Fachliche Kompetenz ist nicht vorhanden. Dennoch diskutieren sie immer munter mit. Und das nicht im kleinen Kreis, sondern über die Presse. Ein Unding.

Der 64-Jährige monierte vor allem die Verhandlungen von Tönnies mit Oliver Kahn über den Managerposten bei Schalke 04, die in aller Öffentlichkeit stattfanden. ad

Kahn-Verhandlung "reine PR-Aktion"

"Das war eine reine PR-Aktion von Tönnies. Wer kannte den Mann denn schon vorher? Genau, keiner. Plötzlich über Nacht war er in aller Munde, aber Kahn kam trotzdem nicht", sagte Assauer.

Gleichzeitig sprach sich der Ex-Profi für einen Verbleib der Interimstrainer Mike Büskens, Youri Mulder und Oliver Reck über das Saisonende hinaus aus.

Büskens und Co. "tolle Typen"

"Das sind drei tolle Typen. Fair, absolut loyal und äußerst akribisch. Sie können es schaffen, wenn man ihnen Vertrauen schenkt", betonte Aussauer:

"Stellen Sie sich einmal vor, die drei schaffen einen UEFA-Pokal-Platz und es kommt ein neuer Trainer. Dann hat der Vorstand ein Problem."

Ansonsten sieht Assauer seinen Ex-Klub allerdings vor schweren Zeiten.

"So, wie es derzeit aussieht, wird es wohl eine längere sportliche Delle gegeben. Unter mir haben wir den Titel vergeben, und im Moment sieht es eher düster als königsblau aus", sagte Assauer.

Dem vom Schalker Vorstand propagierten Weg, in Zukunft aufgrund der finanziellen Situation verstärkt auf Talente anstatt auf Superstars zu setzen, erteilte er eine Absage:

"Hier hat man seit Jahren ganz andere Ambitionen. Für mich ist der neue Weg allenfalls ein Zeichen dafür, dass man erst einmal sportliches Mittelmaß in Kauf nimmt."

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