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Alex Silva wechselte im August 2008 vom FC Sao Paulo zum HSV © getty

Der Brasilianer sieht seine Nationalmannschaftskarriere gefährdet und will zurück in seine Heimat. S04 erneut ohne Abwehrchef.

München - Wegen seiner ständigen Positionswechsel im Team droht der brasilianische Defensivspieler Alex Silva dem Hamburger SV mit dem Weggang nach der Saison und sorgt damit im Saisonendspurt für Unruhe bei den Hanseaten.

"Es nervt mich, dass ich einmal in der Abwehr spiele, dann im Mittelfeld und dann erneut wieder hinten", ließ der 24-Jährige über sein Medienbüro in der Heimat verlauten.

Der zuletzt ausgemusterte Nationalspieler glaubt, vor allem aufgrund der vorgerückten Rolle im HSV-Mittelfeld seinen Platz in der Selecao-Innenverteidigung verloren zu haben.

"Ich bin überzeugt, dass, wenn ich in die Abwehrmitte zurückkehre, ich auch wieder eine Chance in der Selecao erhalte", so der Olympiadritte von Peking.

Alex Silva will in Heimat zurück

Silva sieht den Moment gekommen, "sich andere Angebote anzugucken".

Der 1,92-m-Hüne, der sich erst im vergangenen Sommer bis 2013 an den HSV gebunden hatte, will angeblich am liebsten in die Heimat zurück. Zumal er dann auch bei der Geburt seines Sohnes im Oktober vor Ort dabei wäre.

Stadion wird ausgebaut

Unterdessen wird der Hamburger SV mit einem Kostenaufwand von rund 13 Millionen Euro sein Stadion erweitern.

Geplant ist bis zum Saisonstart 2010/2011 eine Erhöhung der Zuschauerkapazität von derzeit 57.000 auf dann 61.322 Plätze, vorwiegend im Businessbereich und bei den Stehplätzen.

"Durch den Umbau werden wir nach Dortmund die größte und stimmungsvollste Tribüne haben - und das meine ich nicht nur auf Deutschland bezogen", sagte dazu der HSV-Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann.

Baubeginn im Juni

Vorgesehen ist auch in unmittelbarer Stadionnähe eine Erlebniswelt, die sich in erster Linie an Kinder richtet.

Die Baumaßnahmen sollen im Juni beginnen und im Wesentlichen abgeschlossen sein, wenn das Endspiel der neuen Europa League am 12. Mai 2010 in der WM-Arena von 2006 ausgetragen wird.

Sport1.de hat weitere Nachrichten aus der Bundesliga zusammengefasst.

Schalke erneut ohne Bordon

Schalke 04 muss im Heimspiel am Samstag gegen Pokalfinalist Bayer Leverkusen erneut auf Marcelo Bordon verzichten.

Der Brasilianer laboriert seit über drei Wochen an einer Überdehnung der Oberschenkelmuskulatur, wegen der er bei den letzten drei Siegen der Königsblauen gegen Karlsruhe (2:0), Cottbus (4:0) und in München (1:0) pausieren musste.

"Marcelo kann diese Woche definitiv noch nicht am Mannschaftstraining teilnehmen", sagte Schalkes Interimstrainer Mike Büskens.

Enke und Tasci zu Integrations-Botschaftern ernannt

Der DFB hat in Berlin seine landesweite Aktion "Mitspielen kickt!" gestartet und die Nationalspieler Robert Enke (Hannover 96) und Serdar Tasci (VfB Stuttgart) als Integrations-Botschafter vorgestellt.

Mit der Aktion will der Verband seinen Beitrag zur Integration in Deutschland leisten und die Vernetzung zwischen Schulen und Klubs fördern.

"Weil der Fußball weltumspannend beliebt ist, spielen alle Nationalitäten gerne Fußball. Das macht ihn zu einem sehr, sehr starken Medium auch für das wichtige Thema der Integration", sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger in Berlin.

605 Schulen nehmen an Aktion teil

Insgesamt 605 Schulen und Vereine aus ganz Deutschland werden bis zum 15. Mai 2009 einen Aktionstag "Mitspielen kickt!" veranstalten. Alle Aktionstage finden auf den Mini-Spielfeldern statt, die der DFB seit dem Jahr 2007 für insgesamt 25 Millionen Euro bauen ließ.

Maria Böhmer, Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, begrüßte das Engagement des DFB und hatte deshalb die Schirmherrschaft für die Aktionswochen übernommen.

Enke: "Fußball baut soziale Brücken"

"Ich danke dem DFB als wichtigen Partner des nationalen Integrationsplans für seinen großen Einsatz. Fußball ist der Integrationsmotor", sagte Böhmer, die zum Auftakt an der Vineta-Grundschule in Berlin-Mitte dabei war.

"Fußball baut soziale Brücken und bringt Menschen jeder Herkunft und jeden Alters zusammen. Das gibt mir immer wieder das Gefühl, hier richtig zu sein", sagte Enke.

Zwanziger freut sich über Zuspruch

Tasci ergänzte: "Fußball fördert die Gemeinschaft, braucht Verantwortungsträger und bringt Spaß. Ohne die Unterstützung der Eltern und ehrenamtlichen Helfer ist das nicht möglich."

Zwanziger freute sich über den starken Zuspruch:

"Ich bin sehr überrascht, über die große Zahl von mehr als 600 von Schulen und Vereinen organisierten Veranstaltungen."

Neben den Bundesliga-Spielern wurden Nationalspielerin Celia Okoyino da Mbabi (SC 07 Bad Neunahr) sowie Schiedsrichterin Sinem Turac (Berlin) zu Integrations-Botschafterinnen ernannt.

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