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Jose Ernesto Sosa steht seit Juli 2007 bei den Bayern unter Vertrag © getty

Jose Ernesto Sosa ist der einzige Spieler der Bundesliga, der in Peking Gold holte. Jetzt will er in der Bundesliga angreifen.

München - Seine Goldmedaille hatte er schlicht vergessen. Dabei sollte Jose Ernesto Sosa das wertvolle Stück bei einem PR-Termin des FC Bayern München doch stolz präsentieren.

Also wurde die Medaille schnell noch geholt, damit der Argentinier in bayerischer Tracht und mit Gold um den Hals fotografiert werden konnte.

Der 23-Jährige ist der einzige Fußballer aus der Bundesliga, der in Peking Olympiasieger wurde.

Mit der argentinischen Auswahl besiegte Sosa im Finale Nigeria mit 1:0. Zwar stand der Mittelfeldspieler bei Olympia insgesamt nur 85 Minuten auf dem Platz, im Endspiel davon 11 - der Triumph soll ihm aber dennoch für die neue Saison beim Deutschen Meister den nötigen Schwung geben.

"Ich bin sehr zufrieden. Wir haben unser Ziel erreicht. Ich bin frohen Mutes und hoffe, bei Bayern mehr zu spielen", sagte Sosa: "Ich bin gut drauf und habe große Lust auf Fußball."

Vom Flughafen aufs Trainingsgelände

25 Pflichtspiele hat er in der vergangenen Saison im Trikot des Rekordmeisters bestritten, zehn Mal stand er dabei in der Startelf. Ein paar Einsätze mehr von Beginn an sollten es in der neuen Spielzeit unter dem neuen Trainer Jürgen Klinsmann aber schon sein, betonte der Gold-Bayer.

Um seine Ambitionen und seinen Ehrgeiz zu untermauern, ruhte sich der Argentinier nach seiner Rückkehr aus China keineswegs auf seinen Lorbeeren aus.

Als er am frühen Sonntagmorgen in München landete, führte ihn sein erster Weg sofort ans Trainingsgelände an der Säbener Straße, wo er gleich eine Einheit absolvierte.

Hauptsache Brasilien geschlagen

Das Erlebnis Olympia hat Sosa in vollen Zügen genossen. Zwar waren die argentinischen Fußballer nur drei Tage im Olympischen Dorf und ansonsten in Shanghai untergebracht, "aber es war toll zu erleben, wie andere Top-Sportler im Olympischen Dorf miteinander gegessen, kommuniziert und gelebt haben".

Einen besonderen Stellenwert hatte für den Bayern-Profi aber auch der 3:0-Halbfinalerfolg der "Albiceleste" gegen den Erzrivalen Brasilien.

Zwar sei ihm die Goldmedaille schon "sehr wichtig, weil ich diese Medaille für mein Land gewonnen habe", sagte Sosa, um mit einem Schmunzeln aber anzufügen: "Der Sieg gegen Brasilien war wichtiger."

"Trainer entscheidet"

Noch hat er keinen geeigneten Platz für die Goldmedaille gefunden: "Wahrscheinlich werde ich sie einrahmen." Doch zunächst hat Sosa ohnehin anderes im Sinn: Sich beim FC Bayern für einen Stammplatz empfehlen.

Schon für die Partie am Sonntag gegen Hertha BSC Berlin fühlt er sich fit. Man spüre zwar die Turnier-Strapazen: "Aber ich komme ja nicht aus den Ferien. Ich habe in Peking ja auch gespielt und trainiert. Aber der Trainer entscheidet, ob und wann ich zum Einsatz komme."

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