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Lucas Ramon Barrios will unbedingt in die Nationalmannschaft und zur WM 2010 © imago

Die deutschen Vereine Hertha BSC Berlin, Werder Bremen und Borussia Dortmund wollen Lucas Ramon Barrios. Der große Haken ist die Ablöse.

Von Sebastian Hrabak

München - Er schoss 37 Tore in 36 Spielen in der chilenischen Liga: Lucas Ramon Barrios. Jetzt wird der 24-jährige Argentinier von drei deutschen Klubs gejagt.

Hertha BSC, Werder Bremen und Borussia Dortmund buhlen um die Gunst des Welttorjägers von 2008. Der Hauptstadtklub soll momentan die besten Karten in der Hand haben. Möglicherweise hat Hertha-Manager Dieter Hoeneß sogar schon einen Vorvertrag mit dem Argentinier unterschrieben.

Alternative zu Voronin

Laut "Bild" hat sich Hoeneß bereits in Santiago de Chile mit dem 1,87 Meter großen Stürmer von CSD Colo Colo getroffen. "Ein sehr guter Mann", wird Hoeneß zitiert. "Groß, schnell, beidfüßig und torgefährlich."

Auch Barrios selbst äußerte sich bereits zu den Gerüchte: "Es ist noch nichts unterschrieben, aber das Interesse von beiden Seiten ist da. Ich würde mich freuen, wenn der Transfer klappt, Hertha ist ein großer Klub", sagte er der chilenischen Zeitung "La Cuarta".

Bei der Hertha würde der Angreifer als Alternative zu Toptorjäger Andrej Voronin in Frage kommen, dessen Verbleib bei den Berlinern immer unwahrscheinlicher wird. Zudem ist "der Panther", wie Barrios genannt wird, ein Wunschkandidat des Trainers Lucien Favre.

Werder und BVB ebenfalls interessiert

Doch auch Werder Bremens Geschäftsführer Klaus Allofs hat bereits die Fühler nach Barrios ausgestreckt. Er bestätigte dem "Weser-Kurier", dass der torgefährliche Argentinier ins Schema von Bremen passe und er bereits von Werders Scouts beobachtet wurde.

Dritter im Bunde ist der BVB aus Dortmund. Auch ihm wird ein reges Interesse an Lucas Barrios nachgesagt. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc hüllen sich diesbezüglich allerdings in Schweigen.

Ordentliche Ablöse

Der Haken an dem Klassemann, der vorher für Atlas Guadalajara in Mexiko spielte, ist die Ablösesumme: Sechs Millionen Euro wollen die Vertreter seines jetzigen Klubs Colo Colo.

Um kein allzu hohes Risiko einzugehen, wird von den Vereinen die Möglichkeit einer Verpflichtung auf Leihbasis mit anschließender Kaufoption geprüft.

Fest steht, dass sich Barrios für die argentinische Nationalmannschaft empfehlen will und hierfür weitaus größere Chancen mit einem Engagement in Europa sieht: "Ich habe in der stärksten Liga Amerikas, in Mexiko, gespielt und bin nun in Chile. Jetzt will ich nach Europa."

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