vergrößernverkleinern
"Die Spieler waren total begeistert von der Aktion. Das ist eines der wenigen Dinge, wo sie einmal nicht ihre Berater fragen müssen." (Über das Engagement der Bayern-Spieler gegen Gewalt)
Uli Hoeneß will seinem Nachfolger als Bayern-Manager ein bestelltes Feld hinterlassen © getty

Bayern-Manager Uli Hoeneß kündigt für den Fall der Champions-League-Qualifikation einen erneuten Großeinkauf von Stars an.

München - Manager Uli Hoeneß hat nach der Entlassung von Jürgen Klinsmann Erleichterung über die Trennung (Bayern feuern Klinsmann) eingeräumt und zugleich bestätigt, dass der ehemalige Trainer bereits seit geraumer Zeit vor dem Aus stand.

"Wenn man sich wochenlang den Kopf zermartert, wie es weitergehen soll, und dann eine Entscheidung trifft, ist es doch oft so, dass man erleichert ist", sagte Hoeneß der Münchner "tz".

Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. "Ich hatte eine total schlaflose Nacht."

Zugleich erklärte der 57-Jährige, dass Klinsmann über die Bedenken der Bayern-Führung frühzeitig informiert gewesen sei.

"Nach dem Wolfsburg- und Barcelona-Spiel war die Situation ja schon eskaliert. Das habe ich Jürgen auch genau so gesagt, dass es für ihn bei einer Niederlage eng werden könnte."

Sorge habe vor allem die negative Stimmung und das schwache Auftreten der Mannschaft bereitet. "Das hat uns sehr unruhig gemacht", sagte Hoeneß.

Mit der Entscheidung zum neuen Trainer-Duo Jupp Heynckes (Das Porträt) und Hermann Gerland bis zum Saisonende wolle man auch "die Psychologie in der Allianz-Arena drehen". (Diskutieren Sie mit: Rettet Heynckes die Bayern?)

Verhältnis zu Klinsmann soll gut bleiben

Trotz der Trennung nach nur 302 Tagen hofft der Manager, dass sich das gute Verhältnis zu Klinsmann "einigermaßen aufrechterhalten lässt". Zum Anforderungsprofil des neuen Trainers ab 1. Juli wollte sich Hoeneß nicht äußern. 93065(Wer wird Bayern-Trainer? Die Bilder der Kandidaten)

Dafür stellte er hochkarätige Spielertransfers in Aussicht. Sollte die Qualifikation für die Champions League geschafft werden, könne es sein, "dass wir noch mal groß zuschlagen".

Aufsichtsratschef Franz Beckenbauer hat sich dagegen schon öffentlich zu hochkarätigen Trainerkandidaten geäußert.

Keine Chance auf Hiddink

"Guus Hiddink kenne ich ja sehr gut. Ich schätze ihn über alles. Aber er kann sich die Jobs ja aussuchen", meinte der "Kaiser" bei Premiere. "Er verlässt Chelsea! Das muss man sich mal vorstellen. Weil er sich mit den Russen für die WM qualifizieren will. Da hat er keinen Platz für den FC Bayern."

Ähnlich sehe es bei Arsene Wenger aus. "Sinnvoll wäre er schon, aber du kriegst ihn nicht. Er hat sich bei Arsenal etwas aufgebaut und ist da seit 13 Jahren" ("Einen Wenger kriegst du nicht").

Rijkaard hat andere Vorlieben

Beckenbauer scheint der ehemalige Barcelona-Coach Frank Rijkaard unter den großen Namen noch die wahrscheinlichste Lösung:

"Er ist ohne Vertrag. Mit ihm könnte man reden, aber ich weiß gar nicht, ob der Interesse hat." Rijkaards Agent Perry Overeem macht den Münchnern allerdings wenig Hoffnung.

"Frank würde in der nächsten Saison am liebsten einen Verein in der Serie A oder Premier League coachen", sagte Overeem der niederländischen Sportzeitschrift "Voetbal International". "Diese beiden Ligen genießen bei ihm Priorität."

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel