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Jermaine Jones (l.) hat bislang drei Länderspiele für Deutschland bestritten © getty

Schalke-Trainer Mike Büskens bricht eine Lanze für seinen Abfangjäger und lenkt damit von der Brisanz um die eigene Person ab.

Von Sebastian Hrabak

München - Es ist eine unglaubliche Geschichte: Kaum ist Mike Büskens beim Revierklub Schalke 04 wieder am Ruder, läuft es sportlich hervorragend.

Mit einer Bilanz von neun Siegen aus zehn Spielen unter seiner Regie bei nur einem Gegentor steht der einstige "Eurofighter" hoch im Kurs beim kritischen Anhang der "Knappen".

Doch eben diese Euphorie, die dem bescheidenen Trainer entgegengebracht wird, liegt überhaupt nicht in dessen Interesse.

Büskens lenkt ab

Die von einem Radiosender ins Leben gerufene Aktion "Mach et, Mike ? Büskens soll Trainer bleiben!" findet der Coach sinnlos. ad

"Was sollen denn diese 'Pro-Büskens'-Kampagnen? Denkt mal lieber über eine 'Pro-Jones-in-die-Nationalelf'-Aktion nach", sagte er der "Bild".

Diese Ansage kommt gerade zum jetzigen Zeitpunkt etwas überraschend, da sich der defensive Mittelfeldspieler der Königsblauen im letzten Spiel gegen den FC Bayern München 96831(DIASHOW: Der 29. Spieltag) nicht mit Ruhm bekleckerte.

Er flog wegen Undiszipliniertheiten und überhartem Spiel zum zweiten Mal in der Saison mit Gelb-Rot vom Platz.

Jones mit Licht und Schatten

Büskens lässt sich in seiner Meinung jedoch nicht beirren: "Es ist nun einmal seine Art, so zu spielen. Man darf allerdings die vielen positiven Seiten nicht vergessen. Mit elf Klosterschülern wirst du keinen Titel gewinnen", sagte er der "WAZ".

Zweifellos ist Jermaine Jones der überragende Spieler in den letzten Wochen bei den Schalkern und wesentlich mitverantwortlich für den steilen Formanstieg.

Dennoch könnte ihn seine Übermotivation, die er schon in der Hinrunde beim Spiel gegen Hoffenheim an den Tag legte, eine Zukunft in der Nationalelf kosten.

Alternativen gering

Mike Büskens hat auf jeden Fall das erreicht, was er wahrscheinlich erreichen wollte: Die Aufmerksamkeit von sich auf jemand anderen ablenken, damit der Hype um seine Person nicht zu groß wird.

Ob Jermaine Jones nun auf die Asien-Reise der DFB-Elf mitgenommen wird, muss Bundestrainer Joachim Löw entscheiden.

Sollte es dem Schalker gelingen, seine Impulsivität im Griff zu halten, ist er im Hinblick auf sein fußballerischen Können eine starke Alternative.

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