Hannover 96 hat beim Ständigen Schiedsgericht offiziell Klage gegen die bestehende 50+1-Regelung eingereicht. Innerhalb einer sechswöchigen Frist hat die Deutsche Fußball Liga nun die Möglichkeit, auf die Klage-Einreichung zu reagieren.

"Wir werden in gebotener Sachlichkeit und innerhalb der Fristen unsere Argumente zusammenstellen und dann vor dem Ständigen Schiedsgericht vortragen. Wir sind uns unserer Rechtsposition bewusst und sehen daher der Verhandlung gelassen entgegen", erklärt Liga-Präsident Reinhard Rauball:

"Im Übrigen haben die Klubs im Rahmen der letzten Mitgliederversammlung ein klares Votum abgegeben, das die Grundlage für unser weiteres Handeln bildet." Die bestehende 50+1-Regelung sieht vor, dass Investoren bei den Klubs des Ligaverbandes nicht die Stimmenmehrheit übernehmen können.

Hannovers Präsident Martin Kind will dieses Gesetz kippen. Im November war Kinds Antrag auf Streichung der Regel bei der Mitgliederversammlung der DFL in Frankfurt/Main mit deutlicher Mehrheit abgelehnt worden. Kind hatte bereits angekündigt, die Regel im Notfall vor der EU-Wettbewerbskommission oder dem Europäischen Gerichtshof kippen zu wollen.

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