Liga-Präsident Reinhard Rauball hat die Aufklärungsarbeit im "Fall Manfred Amerell" erneut scharf kritisiert und den Druck auf die Verantwortlichen beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) erhöht.

"Wir haben nachdrücklich um Aufklärung gebeten, wer wann wen wie informiert hat", sagte Rauball der "Süddeutschen Zeitung". Die geschilderten zeitlichen Abläufe hätten "Anlass zur Verwunderung" gegeben, der Fall sei "von so hoher Sensibilität, dass ein unverzügliches Handeln erforderlich war".

Schiedsrichter-Boss Volker Roth verteidigte dagegen sein zögerliches Handeln. "Ich bin nach wie vor der Meinung, dass ich richtig gehandelt habe. Ich kann doch in einer derartigen Situation nicht einfach loslaufen, frei nach dem Motto: Haltet den Verbrecher", sagte Roth der Zeitung "Die Welt".

Ein Bundesliga-Referee hatte am 17. Dezember Vorwürfe gegen den bisherigen Schiedsrichter-Sprecher Amerell an Roth herangetragen. Roth setzte DFB-Präsident Theo Zwanziger erst Mitte Januar davon in Kenntnis.

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