Christian Nerlinger hat sich gegen eine Doppelfunktion des designierten HSV-Sportchefs Urs Siegenthaler ausgesprochen.

Laut Vertrag mit dem Hamburger SV kann Siegenthaler auch nach seinem Amtsantritt am 1. August weiter Spiele im Auftrag des DFB beobachten.

"Ich halte das für eine unglückliche Konstellation. Da entsteht sehr leicht ein unguter Beigeschmack. Nach meiner Ansicht ist man als Sportchef bei einem Klub wie dem HSV auch mehr als ausgelastet. Wie übrigens auch als Chefscout beim DFB", sagte Nerlinger dem "Hamburger Abendblatt".

Der ehemalige Nationalspieler fordert zudem, dass nicht mehr die Vereine die Honorare von Spielerberatern zahlen sollen: "Wir müssen endlich erreichen, dass die Spieler ihre Berater selbst zahlen, nicht der Verein. So wie jeder normale Bürger seinen Steuerberater auch selbst zahlt. Das wird ein schwieriger Weg, wäre aber logisch und würde Transparenz in die Branche bringen. Aber wenn sich die Klubs international einigen, keine Provisionen mehr zu zahlen, ist das machbar."

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