Bochum - Ein schwerwiegender Zwischenfall überschattete am Samstag das Punktspiel der Fußball-Bundesliga zwischen dem VfL Bochum und dem 1. FC Nürnberg.

Acht Menschen sind nach VfL-Angaben verletzt worden, als unmittelbar vor dem Anpfiff im Block der Gäste-Fans Magnesiumpulver entzündet wurde. Dabei erlitten sieben Betroffene Verbrennungen, einer eine Rauchvergiftung.

Alle Personen wurde in Krankenhäusern behandelt. Zwei Menschen mussten mit Verbrennungen dritten Grades in Spezialkliniken eingeliefert werden. Magnesiumpulver ist nur sehr schwer zu löschen und entwickelt Temperaturen von bis zu 1000 Grad.

"Das war natürlich unrühmlich. Zwei Menschen haben schwerste Brandverletzungen an den unteren Gliedmaßen erlitten. Das ist sehr heftig", sagte Bochums Finanzvorstand Ansgar Schwenken nach dem Spiel.

Inwiefern Bochum bezüglich der Aufsichtspflicht haftbar gemacht werden kann, konnte Schwenken noch nicht sagen. "Die Utensilien können von verschiedenen Personen ins Stadion gebracht werden, was nicht einfach zu kontrollieren ist", sagte Schwenken.

Nürnberg wird auf jeden Fall mit einer Strafe durch den DFB rechnen müssen. "Das muss man verurteilen, wenn man sich einem solchen Risiko aussetzt. Die Fans müssen sich endlich hinterfragen, ob das weiter so gutgeht", sagte Nürnbergs Trainer Dieter Hecking.

Erbost war Sportdirektor Martin Bader: "Da fehlt mir jedes Verständnis. Das ist dumm und gefährlich. Das wird der Nürnberger Fanszene nicht gerecht."

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