Der 1. FC Nürnberg arbeitet mit Hochdruck an der Aufklärung des schwerwiegenden Zwischenfalls im Gäste-Fanblock mit neun zum Teil schwer verletzten Personen vor dem Spiel beim VfL Bochum.

"Wir werden alles daran setzen, die Täter zu ermitteln und zu bestrafen", sagte Sportdirektor Martin Bader.

Neben enger Zusammenarbeit mit der Polizei richtete der Verein eine E-Mail-Adresse ein, unter der Augenzeugen um Hilfe gebeten werden.

Im Nürnberger Fanblock war am Samstag Magnesiumpulver entzündet worden, das Temperaturen von bis zu 3000 Grad entwickelt und schwer löschbar ist. Dabei hatten zwei Personen Verbrennungen dritten Grades an den unteren Extremitäten erlitten.

Den Nürnbergern droht durch das Verhalten einiger "pubertierender Schwachköpfe" (Bader) eine drastische Strafe, da der Club als Wiederholungstäter gilt: Im April 2008 hatten Club-Fans in Frankfurt mit dem Abfeuern von Böllern auf das Feld fast einen Spielabbruch erzwungen.

Bader bat den Deutschen Fußball-Bund dennoch um Milde. Statt "stumpfsinniger Geldstrafen" müsse präventiv an einer langfristigen Lösung des Problems gearbeitet werden.

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