Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick hat wegen der lebensgefährlichen Erkrankung seines Vaters im Januar an Rücktritt gedacht.

"Als es meinem Vater richtig schlecht ging, habe ich mit überlegt: Hast du noch die Energie, die Aufgaben in Hoffenheim zu bewältigen", berichtete Rangnick der "Rhein-Neckar-Zeitung".

Nach elf Wochen Aufenthalt in der Uni-Klinik war Rangnicks Vater Dietrich am vergangenen Wochenende entlassen worden. Beim 78-Jährigen war es nach einer Leistenbruch-Operation zu ernsthaften Komplikationen gekommen. Tag für Tag hatte Rangnick am Bett seines Vaters gesessen, nachdem der Coach die Trainingsleitung nach der Winterpause zeitweise komplett an seinen Assistenten Peter Zeidler abgegeben hatte.

Letztlich entschied sich Rangnick aber doch zum Weitermachen - nicht zuletzt aus Pflichtbewusstsein. "Weil ich die Verantwortung gespürt habe für meine Mitarbeiter, die wegen mir nach Hoffenheim gekommen sind. Weil ich meinen Söhnen ein Vorbild geben wollte, dass man auch schwierige Situationen überstehen muss. Und nicht zuletzt auch weil mir Hoffenheim nach fast vier Jahren sehr wichtig geworden ist", erklärte der 51-Jährige.

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