Nach den Randalen im Berliner Olympiastadion am Wochenende setzen sich Fanvertreter gegen vorschnelle Reaktionen zur Wehr.

Andreas Birnmeyer, Geschäftsführer des Supporters Club beim Hamburger SV befürchtet, dass "alle Fußballfans über einen Kamm geschoren" werden. "Die vorschnellen Schlüsse von Vertretern der Polizeigewerkschaft sind vollkommen daneben und werden nichts bringen", kritisiert er.

Die vorgeschlagenen Maßnhamen Nacktscanner an den Stadiontoren, Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit, ausschließlich Sitzplätze in den Arenen, reduzierte Gästekontingente bei den Tickets stoßen auch bei anderen auf Ablehnung.

"Von aussperren, verbieten und verbannen bin ich nicht überzeugt", sagt Oliver Scheel, Vorstandsmitglied beim Hamburger SV für die Mitglieder- und Fanbelange.

Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, ist ebenfalls wenig angetan von den jüngsten Vorschlägen: "Das ist Unfug und populistisch." Insbesondere auf den Chef der deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, ist Watzke nicht gut zu sprechen: "Wenn ich sehe, dass er sich wie ein Innenminister aufspielt und zu allem seinen Senf dazu gibt, platzt mir der Kragen.

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