Für einige Bundesligisten wären nach den Krawallen von Berlin personalisierte Tickets nach englischem Vorbild ein Mittel gegen Gewalt in den Stadien.

"Solche Eintrittskarten wären denkbar, wenn alle Profivereine mitmachen würden", sagte Wolfgang Holzhäuser, Geschäftsführer von Bayer Leverkusen, dem Magazin "Focus".

Auch der Finanzvorstand des VfB Stuttgart, Ulrich Ruf, sieht darin eine Chance, "Gewalt von den Stadien fernzuhalten".

Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft , hatte nach den Ausschreitungen im Berliner Olympiastadion vor einer Woche unter anderem personalisierte Eintrittskarten gefordert.

Den Vorschlag des baden-württembergischen Innenministers Heribert Rech (CDU), von jedem Fan einen Extra-Euro zur

Finanzierung der Sicherheit zu verlangen, findet Eintracht Frankfurts Boss Heribert Bruchhagen indes "absurd. Es kann nicht sein, dass 99 Prozent der Zuschauer für die Gewalttätigen mitbezahlen müssten", sagte der Vorstandsvorsitzende.

Auch die Klubs könnten nicht noch mehr finanziell belastet werden.

Die Krawalle von rund 100 Randalierern im Berliner Olympiastadion im Anschluss an die 1:2-Heimniederlage von Hertha BSC gegen den 1. FC Nürnberg hatten eine neue Sicherheitsdebatte ausgelöst.

Dabei waren nicht nur personalisierte Tickets und zusätzliche Sicherheitsabgaben, sondern auch die Abschaffung der Stehplätze gefordert worden. Dagegen hatten sich jedoch sowohl Fanvertreter als auch zahlreiche Klubverantwortliche gewehrt.

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