Bremens Torsten Frings und Fabian Boll vom Zweitligisten St. Pauli haben dem Sportgericht des DFB mangelndes Fingerspitzengefühl vorgeworfen.

Frings und Boll waren vom DFB-Sportgericht am Dienstag nach ihren Roten Karten vom Wochenende für jeweils ein Spiel gesperrt worden. Die Platzverweise waren in beiden Fällen äußerst fragwürdig.

"Der Schiri hat alles getan, um sich selbst zu schützen und steht nicht zu seinem Fehler. Der DFB fordert immer Fair Play, doch dann müsste man auch so fair sein und Fehler zugeben", sagte Frings über den strittigen Platzverweis beim 4:2 gegen Nürnberg.

Schiedsrichter Markus Schmidt aus Stuttgart hatte eine Ellbogenbewegung des 33-Jährigen als Tätlichkeit gegen den Nürnberger Thomas Broich gewertet.

Boll ärgerte sich über die Rote Karte im Nordderby gegen Rostock.

"Warum kann Rafati nicht sagen, dass es ein Fehler war? Ich habe im wahrsten Sinne die Arschkarte gezogen", sagte er der "Bild". Der Mittelfeldspieler war auf Gegenspieler Martin Retov zugestürmt.

Daraufhin hatte der Hansa-Kapitän Boll mit einem Kopfstoß niedergestreckt, allerdings sahen beide Spieler von Schiedsrichter Babak Rafati die Rote Karte. "Dass ich auf den zurenne, ist doch klar. Der hat versucht, Deniz Naki ein Bein zu brechen", so Boll.

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