Nationalstürmer Cacau verlässt den Bundesligisten VfB Stuttgart nach sieben Jahren zum Saisonende.

Das erklärte der 29-Jährige nach dem Training am Mittwoch und erhob dabei Vorwürfe gegen Sportvorstand Horst Heldt.

Seinen neuen Verein will Cacau erst in den nächsten Tagen nennen, allerdings deutet einiges auf einem Wechsel zum FC Sevilla hin. Auch Bundesliga-Tabellenführer Schalke 04, Meister VfL Wolfsburg und Pokalsieger Werder Bremen sollen Interesse an dem gebürtigen Brasilianer haben.

"Ich habe mich nach langer Überlegung entschieden, das Angebot des Vereins nicht anzunehmen. Die öffentlich geäußerte Wertschätzung durch den Verein ist nicht in Taten umgesetzt worden", sagte Cacau, der seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird: "Wenn ein Spieler Leistung bringt, hat er das Recht, das zu bekommen, was er verdient." Die Entscheidung sei auch von der Tatsache beeinflusst worden, dass "Dinge, die wir unter vier Augen besprochen haben, nach außen gedrungen sind".

Heldt wies die Vorwürfe des dienstältesten VfB-Profis zurück: "Ich habe nie eine Zahl kommentiert." Es sei schade, dass Cacau den Verein verlasse.

Zuletzt waren Zahlen kursiert, nach denen Cacau für einen unterschriftsreifen Drei-Jahres-Vertrag bei den Schwaben jährlich 2,5 Millionen Euro geboten worden sein sollen. Das wären rund 800.000 Euro mehr als bisher gewesen, die Summe habe aber unter den geforderten drei Millionen Euro gelegen.

"Wir haben ihm ein ordentliches Angebot gemacht und dieses zweimal verbessert. Wir können und wollen nicht über unsere Verhältnisse leben", sagte Heldt.

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