Der HSV hat seinen Stürmer Paolo Guerrero nach dessen Flaschenwurf gegen einen Fan im Anschluss an die Partie gegen Hannover 96 (0:0) mit der höchsten Geldstrafe der Vereinsgeschichte belegt, den Peruaner aber nicht gesperrt oder entlassen.

Das teilte der HSV-Vorstand am Montag nach langen Beratungen mit. Die Höhe der Geldstrafe ist nicht bekannt, sie dürfte zwischen 50.000 und 100.000 Euro liegen und wird für soziale Zwecke verwandt.

Guerrero entschuldigte sich bei dem Opfer sowie seiner Mannschaft, den Fans und dem gesamten HSV. "Was ich gemacht habe, war sehr schlecht, das war ein großer Fehler von mir", erklärte Guerrero, "es tut mir ehrlich leid." Er soll sich noch vor dem Spiel in der Europa League am Donnerstag in Lüttich auch persönlich bei dem Fan entschuldigen.

Der Mann wurde von dem Flaschenwurf nicht äußerlich verletzt und hat bislang auf eine Anzeige gegen Guerrero verzichtet.

"Entscheidend für unsere Entscheidung war, dass sich Paolo glaubhaft entschuldigt hat und dass er sich in den vier Jahren hier nie etwas Vergleichbares hat zu Schulden kommen lassen. Er hat glaubhaft gemacht, dass dies unter höchsten Emotionen passiert ist", sagte HSV-Chef Bernd Hoffmann.

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