Heribert Bruchhagen spricht Klartext: Der Vorstandsboss vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt sieht die sportliche Entwicklung des hessischen Traditionsvereins äußerst positiv, Sorgenfalten bereiten dem 61-jährigen Ligavorstand aber die hysterischen Diskussionen bei der deutschen Nationalmannschaft knapp zwei Monate vor Beginn der WM in Südafrika.

"Ich halte die Diskussion um Kevin Kuranyi für reichlich überzogen, denn auf internationaler Ebene ist er kein großer Stürmer. Zudem muss man sagen: Ich weiß nicht wirklich, wo die Qualität für den WM-Titel herkommen soll. Gegen Argentinien war die Mannschaft zuletzt chancenlos", sagte Bruchhagen.

Weitaus zufriedener ist der Eintracht-Boss mit der Entwicklung der Frankfurter unter Trainer Michael Skibbe, der mit einem Sieg am Sonntag gegen Hertha BSC Berlin und Ex-Coach Friedhelm Funkel bereits drei Spieltage vor Schluss das beste Saisonergebnis seit zehn Jahren einfahren kann.

"Michael Skibbe hat die Erwartungen nicht nur erfüllt, er hat sie in seinem ersten Jahr sogar übertroffen. Wir haben mit Sebastian Jung und Pirmin Schwegler zwei Spieler bekommen, die Qualität in unser Passspiel gebracht haben. Zudem ist es Michael Skibbe gelungen, ein wenig Caio in unser Spiel zu bringen", sagte der ehemalige Sport- und Geografie-Lehrer.

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