Mäzen Dietmar Hopp will sich bei 1899 Hoffenheim offenbar stärker ins Tagesgeschäft einschalten.

Der SAP-Mitbegründer reagierte damit auf die atmosphärischen Störungen im Umfeld und das enttäuschende Abschneiden der Kraichgauer in der abgelaufenen Saison.

"Ich habe mir vorgenommen, gemeinsam mit Klubchef Peter Hofmann ein Büro zu beziehen. Die Entscheidungswege sollen kürzer werden. Ich will in der Nähe sein, damit Fragen sofort geklärt werden können", sagte Hopp und betonte: "Ich habe keine Ansprüche. Aber ich will erreichbarer sein."

Hopp will das Büro im Trainingszentrum Zuzenhausen, in dem die Profimannschaft trainiert, voraussichtlich Anfang Juli beziehen.

"Einen Sprechtag wird es sicher nicht geben. Ich werde bei Bedarf dort sein", kündigte der 70-Jährige am Donnerstag an.

Zuvor hatte Hopp auf einer Pressekonferenz die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Trainer Ralf Rangnick (bis 2012) bekannt gegeben.

Zwischen Rangnick und dem inzwischen abgewanderten Manager Jan Schindelmeiser war es in den vergangenen Monaten zu Unstimmigkeiten gekommen.

Für die Zukunft kündigte Hopp ein wachsames Auge an, um atmosphärische Störungen im Keim ersticken zu können.

"In der Vergangenheit haben wir einige Dinge zu spät erfahren. Wir wollen uns künftig rechtzeitig informieren", sagte der Milliardär.

Nach einer schwachen Rückrunde hatten die Hoffenheimer in der zurückliegenden Bundesliga-Saison nur den elften Platz belegt.

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