Der Fall Martin Demichelis hat beim Rekordmeister Bayern München einen Streit in der Führungsriege ausgelöst. Nachdem Franz Beckenbauer den abwanderungswilligen Argentinier verspottet hatte, griff Sportdirektor Christian Nerlinger den "Kaiser" an.

"Es ist nicht in Ordnung, dass über einen verdienten Spieler Schmutz ausgeschüttet wird", sagte Nerlinger der "tz": "Die Äußerungen von Franz Beckenbauer haben mir zum Beispiel gar nicht gefallen, das war polemisch und unpassend. Martin hat immer alles für Bayern gegeben." Beckenbauer hatte erklärt, dass Demichelis sehr viel dazu beigetragen habe, dass es manchmal nicht so gut gelaufen ist. Er wolle am liebsten "mit Krawatte spielen".

Nerlinger bestätigte zugleich, dass es erste Verhandlungen mit Demichelis und dessen Berater über einen Wechsel gegeben habe: "Es gab bislang aber keine Verhandlungen mit anderen Vereinen." Der argentinische Nationalspieler soll von Italiens Rekordmeister Juventus Turin, dem englischen Champion FC Chelsea und Atletico Madrid umworben werden. Als mögliche Ablösesumme sind zwölf Millionen Euro im Gespräch.

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