Der Wechsel von Spielmacher Diego zum Bundesligisten VfL Wolfsburg ist perfekt. Der Brasilianer einigte sich am Donnerstagabend mit den Verantwortlichen des deutschen Meisters von 2009 auf einen Vierjahresvertrag, der dem 25-Jährigen geschätzte sechs Millionen Euro pro Jahr einbringt.

Bereits zuvor hatten sich die Wölfe mit Diegos bisherigem Arbeitgeber, dem italienischen Rekordmeister Juventus Turin, auf eine Ablöse in Höhe von 15 Millionen Euro geeinigt.

Am Freitagnachmittag wird der ehemalige Bremer bei einer Pressekonferenz offiziell als Neuzugang vorgestellt und danach erstmals mit der Mannschaft trainieren. Der Dribbelkünstler dürfte somit bereits am Samstag gegen den FSV Mainz 05 sein Debüt im VfL-Trikot feiern.

"Vom Zeitablauf wäre das möglich", sagte VfL-Manager Dieter Hoeneß, der im knallharten Transferpoker die Nerven behielt.

Der spektakuläre Coup war in der vergangenen Woche bereits in weite Ferne gerückt, nachdem Hoeneß die Verhandlungen mit Juve wegen nicht eingehaltener Absprachen der Italiener als gescheitert erklärt hatte. Doch dann knickte Turin ein und bat um die Wiederaufnahme der Verhandlungen.

Vor einem Jahr hatte der italienische Rekordmeister für Diego noch 25 Millionen Euro an Werder Bremen überwiesen.

"Seine Rückkehr ist ein großer Qualitätsgewinn für die Bundesliga", sagte Bremens Coach Thomas Schaaf.

Durch Diegos Verpflichtung dürfte der ohnehin abwanderungswillige Spielmacher Zvjezdan Misimovic vor dem Abschied stehen. Neben Schalke 04 ist der türkische Spitzenklub Galatasaray Istanbul an dem bosnischen Nationalspieler interessiert. Allerdings hatte Hoeneß einen Transfer von Misimovic innerhalb der Liga zuletzt ausgeschlossen.

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