Philipp Lahm begründet den Bundesliga-Fehlstart des FC Bayern auch mit dem verlorenen Champions League-Finale gegen Inter Mailand :

"Am Ende hat man so viel hinter sich, was unheimlich anstrengend war, und plötzlich geht es wieder von vorne los. Das steht in so einem Moment wie ein Berg vor einem", sagte der Veteidiger in der "Süddeutschen Zeitung".

Die WM und die kurze Saison-Vorbereitung hätten ebenso zur psychischen und körperlichen Belastung geführt.

Dass die Bayern nach sieben Spieltagen bereits 13 Punkte weniger auf dem Konto haben als Überraschungs-Spitzenreiter FSV Mainz 05 mache ihm Sorgen.

Auf die Frage, ob der Titelgewinn bei den Bayern derzeit überhaupt noch ein Thema sei, antwortet Lahm ausweichend: "Natürlich geben wir nicht auf. Aber wir müssen im Moment erst einmal vorne unsere Tore machen und hinten diese Fehler abstellen."

Lahm ergänzte: "Dann gewinnen wir, holen vielleicht Punkte auf - und dann muss man am Ende sehen, wozu das bei derzeit 13 Zählern Rückstand noch reicht."

Theoretisch müssten nach Ansicht von Lahm die Bayern-Profis alle wieder fit sein, die Tabellenposition könne derzeit aber den ein oder anderen Spieler hemmen:

"Jetzt kommt eben ein neues Problem hinzu: Jetzt liegen wir weit zurück in der Liga, jetzt kommt der Druck hinzu, nichts mehr herschenken zu dürfen. Gleichzeitig merkt man, dass es nicht läuft, dann vergibt man vorne mal eine Chance, macht hinten mal einen Fehler, es läuft einfach nicht nach Wunsch, der Druck wird noch größer."

Und weiter: "Das ist wie eine Kettenreaktion: Am Anfang steht die Psyche, dann kommt der Körper, und dann kommt wieder die Psyche, weil man natürlich an Selbstvertrauen verliert."

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