Der ehemalige Cheftrainer Christoph Daum hat ungewöhnlich harsche Kritik am 1. FC Köln geübt.

"Schauen Sie sich die letzten fünf Jahre an. Es hat sich nichts verändert. Der Klub ist da, wo er vor fünf Jahren begann", sagte der 56-Jährige im Interview mit dem "Kölner Express".

Man könne nur etwas verändern, "wenn du Veränderungen auch willst. Tradition darf kein Ruhekissen sein, Tradition muss ein Sprungbrett sein."

Zurzeit belegt der erste Bundesliga-Champion mit fünf Punkten den drittletzten Tabellenplatz in der Bundesliga. Bis Sommer 2009 hatte Daum als Cheftrainer beim Geißbockklub gewirkt.

Sein Nachfolger bei den Rheinländern ist der Kroate Zvonimir Soldo.

Eine erneute Rückkehr zum FC käme für den ehemaligen Stuttgarter Meistertrainer Daum nur unter bestimmten Voraussetzungen infrage.

"Ich steige nicht mehr irgendwo ein, wenn ich nicht alle Fäden in der Hand halte. Ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen. Aber nur, wenn ich meine Vorstellungen verwirklichen kann."

Als Beispiel nannte Daum Sir Alex Ferguson in dessen Rolle als Teammanager bei Manchester United.

Erst unlängst habe ihm der Schotte, der seit 1986 bei ManU tätig ist, erklärt, dass in all den Jahren niemals irgendwer gesagt habe, "was ich zu tun habe".

Daum hatte zuletzt die fünf englischen Spitzenklubs FC Chelsea, Manchester United, FC Arsenal, Manchester City und FC Liverpool besucht.

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