Trotz wiederholter Drohungen seitens Präsident Uli Hoeneß zeigt sich der niederländische Fußball-Verband KNVB im Streit mit dem deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München weiter gelassen.

"Warum sollten wir Angst haben?", sagte Direktor Bert van Oostveen: "Wir fühlen uns im Recht, denn die UEFA- und FIFA-Statuten sind eindeutig."

In der Online-Ausgabe der niederländischen Tageszeitung "Allgemeen Dagblad" hatte der Verbandschef zuvor bereits geäußert, die Bayern könnten "lieber heute als morgen vor Gericht gehen".

Im Kampf um Kompensationszahlungen für die hartnäckige Verletzung von Bayern-Star Arjen Robben erwarten die Münchner bis Ende Oktober eine friedliche Lösung.

Zeichnet sich diese nicht ab, werden sie den juristischen Weg nicht scheuen, hatte Hoeneß mehrfach erklärt.

An Brisanz hatte der Konflikt gewonnen, nachdem Bayern-Kapitän Mark van Bommel verletzt vom EM-Qualifikationsspiel der Elftal gegen Schweden (4:1) zurückgekehrt war.

Im Fall van Bommel will der KNVB laut van Oostveen "zeitnah Kontakt mit Bayern München aufnehmen, um ins Gespräch zu kommen". Man wolle versuchen, "einen normalen Kontakt zustande zu bringen". In Sachen Robben habe man allerdings "keine Eile".

Nach einem ersten Treffen mit der KNVB-Spitze Mitte September hatten sich die Bayern-Verantwortlichen noch optimistisch gezeigt, eine faire Lösung in der Causa Robben zu finden.

Auf einen Vorschlag der Niederländer warten Hoeneß und Co. seitdem aber vergeblich.

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