Vor dem brisanten Südwestderby zwischen den Rivalen 1. FC Kaiserslautern und Eintracht Frankfurt am Sonntag hat FCK-Trainer Marco Kurz die Fans zur Besonnenheit aufgerufen.

"Ich hoffe, dass es bei diesem Spiel die Rivalität nur auf dem Rasen gibt. Wir werden alles dafür tun, dass sich die hitzige Atmosphäre allein auf das Sportliche beschränkt", sagte Kurz, wies aber auch auf die Bedeutung des Duells hin: "Das ist ein Spiel, auf das wir das ganze Jahr hingearbeitet haben."

Beide Klubs versuchten am Freitag, mit Anzeigen in Zeitungen und im Internet die angespannte Lage zu deeskalieren. FCK-Kapitän Martin Amedick und Torhüter Tobias Sippel riefen in einer gemeinsamen Anzeige mit den Eintracht-Profis und Ex-Lauterern Halil Altintop und Ioannis Amanatidis zu einem gewaltfreien Miteinander auf den Tribünen auf.

"Duell der alten Rivalen - nur friedlich wird's ein Fußballfest" lautete das Motto der Kampagne.

Ein aufgestocktes Großaufgebot von rund 850 Sicherheitskräften soll verhindern, dass es am Sonntag Szenen wie beim abgebrochenen EM-Qualifikationsspiel zwischen Italien und Serbien gibt.

Anfang der Woche hatte ein hässlicher Gewaltaufruf der Frankfurter Ultra-Szene für große Besorgnis bei den Hessen, Pfälzern und der Polizei gesorgt. Unter der brachialen Überschrift "Pfalzüberfall 2010 - Schlachtfest in Kaiserslautern" hatten die Chaoten Gewalttaten angekündigt.

In dem Video wurde dazu aufgerufen, dass sich alle gewaltbereiten Fans am Sonntag um 8.00 Uhr auf dem Frankfurter Hauptbahnhof einfinden. Explizit eingeladen wurden auch alle Hooligans, gegen die bereits Stadionverbote verhängt wurden.

Nach drei Niederlagen in Serie und nur einem Punktgewinn aus den vergangenen fünf Partien hofft Kurz auf einen Heimsieg des Aufsteigers auf dem Betzenberg.

Die Roten Teufel müssen auf Stürmer Ilian Micanski (muskuläre Probleme) und weiterhin auf Chadli Amri (Sprunggelenkverletzung) verzichten.

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