Rekordmeister Bayern München will im Dauerstreit mit dem niederländischen Verband KNVB einen Präzedenzfall mit der Wirkung des Bosman-Urteils erzwingen.

"Wir möchten vor Ende des Monats wissen, ob eine Einigung möglich ist. Wenn nicht, wird es eine juristische Angelegenheit. Und wenn ein Prozess kommen sollte, dann hat dieser Bosmansche Dimensionen", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge dem niederländischen Fernsehsender "NOS".

Die aktuellen Regeln des Weltverbandes FIFA über die Entschädigung von Klubs für die Abstellung ihrer Profis für Länderspiele bevorteilen laut Rummenigge die Verbände. "In der neuen Fußballwelt", also nach einem Urteil pro Bayern, "könnten sie dann günstiger für die Vereine sein", sagte Rummenigge.

In der Tageszeitung "De Telegraaf" ergänzte der Bayern-Boss, dass die Münchner zu einer "jahrelangen" juristischen Auseinandersetzung bereit seien, um eine finanzielle Entschädigung für die Ausfälle von Arjen Robben und Mark van Bommel zu erzwingen. "Der Vorstand hat uns beauftragt, diesen Weg zu gehen. Dafür sind die Vorbereitungen getroffen. Unsere Anwälte sind zuversichtlich, dass wir da etwas erreichen", sagte er.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel