Ein Jahr nach dem Selbstmord des Nationaltorhüters Robert Enke wird sich Hannover 96 am Mittwoch komplett abschotten. Die beiden Trainingseinheiten um 10.00 und 15.00 Uhr werden unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, um eine möglichst ruhige Vorbereitung auf das Bundesliga-Spiel beim FSV Mainz 05 am Samstag (18.30 Uhr/LIGA total!) zu gewährleisten.

"Die Spieler haben gesagt, dass sie auf die Ereignisse der vergangenen Saison nicht angesprochen werden möchten", sagte Pressesprecher Andreas Kuhnt am Dienstag: "Wir wollen nicht, dass eine Diskussion in Gang kommt, die die alten Bilder wieder hervorholt. Die Mannschaft soll die Möglichkeit haben, für sich zu sein, wenn sie das möchte."

Eventuell werden einige Spieler sich an der neuen Gedenkstätte vor dem Nordtor der Arena versammeln. Der Verein ruft ausdrücklich nicht selbst zu Gedenkfeiern auf. "Wir werden aber spontane Versammlungen ermöglichen", sagte Kuhnt. Am 10. November 2009 hatten sich im Nordbereich der Arena einige Hundert Trauernde versammelt.

96-Präsident Martin Kind ließ keinen Zweifel daran, dass alles getan wird, damit die Mannschaft nicht wieder vom sportlichen Geschehen abgelenkt wird. `Es wird immer eine Erinnerung an Robert geben. Diese werden wir pflegen. Trotzdem müssen wir uns den heutigen und zukünftigen Herausforderungen des Bundesliga-Fußballs und des Lebens stellen", sagte der Unternehmer.

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