Javier Pinola vom 1. FC Nürnberg ist wegen seiner Spuckattacke gegen Nationalspieler Bastian Schweinsteiger vom DFB-Sportgericht für vier Spiele gesperrt worden.

Der Defensivspieler des Clubs hatte seinen Gegenspieler Schweinsteiger am vergangenen Sonntag im Spiel beim Rekordmeister Bayern München (0:3) in der 43. Minute angespuckt.

Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) sah den Vorfall nicht, so dass der DFB-Kontrollausschuss nachträglich Ermittlungen aufnahm.

Das Sportgericht wertete die Attacke Pinolas als "krass sportwidriges Verhalten in Form einer Tätlichkeit gegen den Gegner nach einer zuvor an ihm begangenen sportwidrigen Handlung".

Der Argentinier hatte sich nach dem Spiel telefonisch bei Schweinsteiger entschuldigt. Er wird dem FCN gegen den 1. FC Kaiserslautern, beim FSV Mainz 05, gegen Borussia Dortmund und bei 1899 Hoffenheim fehlen.

Der Club hat das Urteil akzeptiert: "Wir werden den Ausfall von Javier Pinola kompensieren, das Team hat die Qualität dazu und unser volles Vertrauen. Wir werden alles tun, es bei dieser Aufgabe zu unterstützen", sagte Nürnbergs Trainer Dieter Hecking.

Zuvor war Pinola bereits vereinsintern zu einer Geldstrafe (Gerüchten zufolge um die 15.000 Euro) verdonnert worden.

Einen Teil der Geldstrafe des 1. FC Nürnberg wird Pinola einem sozialen Projekt zugutekommen lassen.

"Ich habe der Mannschaft, dem gesamten Verein geschadet, dafür möchte ich mich entschuldigen. Ich habe eine Vorbild-Funktion, vor allem gegenüber Kindern, deshalb spende ich einen Teilbetrag an eine soziale Institution, die sich für Kinder einsetzt", erklärte er.

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