Im Streit zwischen Politikern und Verantwortlichen der Bundesliga um ein spielfreies Wochenende um den 1. Mai droht Bremens Innensenator Ulrich Mäurer mit Spielen ohne Fans.

Dem Bremer "Weser-Kurier" (Montag-Ausgabe) sagte der SPD-Politiker, dass er es für möglich hält, dass die Polizei aus Sicherheitsgründen nach dem Ordnungsrecht Bundesligaspiele ohne Zuschauer anordnet.

Mäurer ist für die Länderinnenminister federführend im Nationalen Ausschuss für Sport und Sicherheit.

Mäurer forderte vom DFB und der DFL erneut eine Beteiligung der Polizei an der Terminplanung der Bundesligaspiele.

"Wir hatten schon unsere Forderungen beim DFB in Frankfurt präsentiert, ohne dass DFB und DFL die Notwendigkeiten für mehr Sicherheit ausreichend berücksichtigt haben", sagte Mäurer.

Die Einnahmen seien offenbar wichtiger als polizeiliche Bedenken. Die Polizeikräfte im ganzen Land seien schon am Tag vor dem dann spielfreien Sonntag am 1. Mai stark gebunden.

Sicherheitsinteressen müssten auch bei den Reiserouten der Fans beachtet werden, meinte Mäurer.

"Wenn Werder Bremen in Dortmund und Hannover 96 in Köln spielt, treffen sich die beiden Fan-Gruppen auf einem Bahnhof und nehmen ihn auseinander", sagte der Innensenator.

Deshalb müssten auch die Reisewege der Fans kontrolliert und in Zügen ein Alkoholverbot durchgesetzt werden.

Die Vereine sollten sich nach Mäurers Ansicht an den Kosten der Polizei zur Sicherung der Fußballspiele beteiligen.

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