Ein Konsortium aus Unternehmern und Führungskräften aus der Wirtschaft will Bundesligist Borussia Mönchengladbach strukturell neu ordnen. Dadurch soll die Grundlage geschaffen werden, dass das Tabellenschlusslicht künftig auch wieder sportlich erfolgreicher ist als zurzeit.

Bei einer Pressekonferenz stellte die "Initiative Borussia" am Dienstag ihre Pläne vor. Diese Gruppe strebt Satzungsänderungen an, die auf der nächsten Mitgliederversammlung des Klubs durchgesetzt werden sollen.

Insgesamt hat die Initiative zehn Satzungsänderungen beantragt. Vor allem würden die Veränderungen eine Entmachtung von Präsident Rolf Königs bedeuten, der mit den Vize-Präsidenten Siegfried Söllner und Rainer Bonhof das ehrenamtliche Präsidium bildet.

Dass ein ehrenamtliches Präsidium zudem die Geschäfte führe, sei nicht mehr zeitgemäß, sagte Norbert Kox, Vorstandsmitglied eines der größten deutschen Versicherungsunternehmen. Er fügte an:

"Es geht nicht um Personen, sondern um Strukturen. Es gibt nur noch zwei Vereine in der Bundesliga, die althergebrachte Strukturen haben, das sind Borussia und der 1. FC Köln. Beide stehen am Tabellenende. Wir orientieren uns mit unseren Vorschlägen am Branchenführer Bayern München. Borussia sollte mehr in Beine als in Steine investieren und muss im Management professioneller aufgestellt sein."

Die Mitglieder der Initiative streben nach eigener Aussage keine Posten im Verein an.

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