Trainer Ralf Rangnick von 1899 Hoffenheim hat die vermeintliche Benachteiligung der Kraichgauer durch die Schiedsrichter angeprangert und den TV-Beweis gefordert.

"Es gibt nur einen Ausweg. Wir brauchen die Möglichkeit, die Fernsehbilder zu Rate zu ziehen", sagte Rangnick am Donnerstag und rechnete vor: "Letztes Jahr hätten wir nur durch die nachweislichen Fehler der Schiedsrichter acht Punkte mehr gehabt. Das ist schon so, seitdem wir in der Bundesliga sind."

Anlass für den Vorwurf Rangnicks an die Adresse der Referees war die Zwei-Spiele-Sperre gegen Verteidiger Isaac Vorsah. Der Ghanaer hatte am vergangenen Spieltag in der Partie beim VfB Stuttgart (1:1) nach einer Tätlichkeit gegen Christian Gentner die Rote Karte gesehen. Der Tabellensechste Hoffenheim hatte Einspruch gegen die Sperre erhoben. Am Donnerstag wurde der Fall vor dem DFB-Sportgericht verhandelt.

Rangnick befürchtet offenbar ein Imageproblem seines Klubs, wenn es um die Bewertung strittiger Szenen geht. "Das hängt vielleicht damit zusammen, dass wir noch sehr neu sind in der Bundesliga und nicht so viele Spuren hinterlassen haben. Wenn ich mir vorstelle, welcher Aufschrei in so einer Situation durch andere Städte und Stadien gehen würde", meinte der 52-Jährige. Es sei jetzt der Zeitpunkt gekommen, an dem man nicht mehr alles schlucke und akzeptiere.

Im anstehenden Punktspiel gegen den 1. FC Nürnberg droht indes der Ausfall von Tobias Weis. Den Mittelfeldspieler plagt eine Verhärtung im Oberschenkel.

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