Der abstiegsbedrohte VfB Stuttgart hat seinen Trainer Jens Keller entlassen. Das melden verschiedene Medien am Samstag, einen Tag nach der 1:2-Niederlage der Schwaben bei Hannover 96.

Der VfB hatte unter dem Nachfolger von Christian Gross zwar die K.o.-Runde der Europa League erreicht, in der Bundesliga allerdings nur zwei von neun Spielen gewonnen. Insgesamt gewann Keller mit dem VfB in seiner nur 59-tägigen Amtszeit fünf seiner 13 Pflichtspiele, fünf Partien gingen verloren. Der Verein wollte sich zunächst nicht zur Sachlage äußern.

Als heißester Kandidat auf die Nachfolge Kellers gilt Bruno Labbadia. Der 44-Jährige war bis Ende April Trainer des Hamburger SV und stand in der Saison 2008/09 bei Bayer Leverkusen an der Seitenlinie. Laut Medienberichten soll er einen Vertrag bis Saisonende erhalten mit einer Option auf ein weiteres Jahr im Falle des Klassenerhalts.

Kellers Rauswurf ist die dritte Trainerentlassung der laufenden Saison im Oberhaus. Zuvor hatte der VfB Mitte Oktober Gross durch Keller ersetzt. Ende Oktober war Zvonimir Soldo beim 1. FC Köln entlassen worden, seine Nachfolge hatte Frank Schaefer angetreten. Seit dem Bundesliga-Start 1963 wurden 324 Trainer entlassen.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel