Sportchef Bastian Reinhardt sieht sich beim strauchelnden Hamburger SV harter Kritik aus den Reihen des Aufsichtsrats ausgesetzt.

"Bei der Suche nach einem Sportchef wurden entscheidende Fehler gemacht und auch die Entscheidung war ein Fehler. In den Vorstand gehört Kompetenz in exzellenter Form und kein Berufsstarter. Bastian Reinhardt ist ein intelligenter, junger Mann. Er wurde aber zu früh eingesetzt", sagte Peter Becker, der dem Kontrollgremium des HSV noch bis zur Ordentlichen Mitgliederversammlung am 9. Januar 2011 angehört und sich zur Wiederwahl stellt.

Reinhardt war vom Aufsichtsrat im vergangenen Mai ins Manageramt befördert worden. Zuvor war die Suche nach einem Nachfolger von Dietmar Beiersdorfer zu einer peinlichen Posse geworden. Elf Monate lang hatte sich kein Kandidat gefunden, der den Ansprüchen der Kontrolleure genügte oder nicht im letzten Moment absprang.

Ex-Profi Reinhardt, der bis dato ein Praktikum in der Pressestelle der Hamburger absolvierte, galt gemeinhin als Notlösung.

Aufsichtsrats-Boss Horst Becker hatte zu Wochenbeginn die Konsequenzen aus der langwierigen Suche gezogen und angekündigt, den Vorsitz der Kontrolleure im kommenden Januar aufzugeben.

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