Nach der Kritik von Aufsichtsrat Peter Becker an Sportchef Bastian Reinhardt präsentiert sich nun auch das Kontrollgremium des Hamburger SV zerstritten.

"Es kann nicht sein, dass Herr Becker in unserer angespannten sportlichen Situation Wahlkampf auf Kosten eines Vorstandsmitglieds betreibt. Wir sollten alle an einem Strang ziehen. Die Aussagen waren nicht hilfreich", sagte der im kommenden Januar scheidende Aufischtsrats-Boss Horst Becker.

Dessen Namensvetter hatte Reinhardt zuvor hart attackiert.

"Bei der Suche nach einem Sportchef wurden entscheidende Fehler gemacht und auch die Entscheidung war ein Fehler. In den Vorstand gehört Kompetenz in exzellenter Form und kein Berufsstarter", sagte Peter Becker bei der Vorstellung der Kandidaten für den am 9. Januar in Teilen neu zu besetzenden Aufsichtsrat.

Der 64-Jährige gehört dem Kontrollgremium der Hamburger seit zwei Jahren an und stellt sich nun zur Wiederwahl.

Reinhardt war vom Aufsichtsrat im vergangenen Mai ins Manageramt befördert worden. Zuvor war die Suche nach einem Nachfolger von Dietmar Beiersdorfer zu einer peinlichen Posse geworden.

Elf Monate lang hatte sich kein Kandidat gefunden, der den Ansprüchen der Kontrolleure genügte oder nicht im letzten Moment absprang.

Ex-Profi Reinhardt, der bis dato ein Praktikum in der Pressestelle der Hamburger absolvierte, galt gemeinhin als Notlösung.

Aufsichtsrats-Boss Horst Becker hatte zu Wochenbeginn die Konsequenzen aus der langwierigen Suche gezogen und angekündigt, den Vorsitz der Kontrolleure im kommenden Januar aufzugeben.

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