Bayern Münchens Ehrenpräsident Franz Beckenbauer hat dem früheren Manager Uli Hoeneß Handlungsschwäche in Sachen Manuel Neuer vorgeworfen und hält einen Wechsel des Nationaltorhüters zum Rekordmeister für nicht mehr sehr wahrscheinlich.

"Man hätte vielleicht eher handeln müssen, wenn man ihn wirklich gewollt hat. Jetzt ist es schwierig. Mittlerweile hat er einen Marktwert, der weit über die Landesgrenzen hinausgeht", sagte Beckenbauer über Torwart Neuer in der "Welt".

Der jetzige Bayern-Präsident Hoeneß hatte Neuer einst an die Isar holen wollen, sich dann jedoch für das Experiment mit Michael Rensing entschieden und später auf Jörg Butt gesetzt.

Die Bayern sind weiter an Neuer, der bis 2012 bei Schalke 04 unter Vetrag steht, interessiert. Dessen Trainer Felix Magath aber hat bereits angekündigt, Neuer zumindest 2011 nicht abgeben zu wollen.

Beckenbauer rät deshalb zu einem Versuch mit dem jungen Thomas Kraft, sollte Bayern-Stammkeeper Butt im Sommer aufhören. "Wenn man Neuer nicht bekommt - und Rene Adler von Leverkusen wird man auch nicht bekommen - dann bleibt wohl keine andere Möglichkeit, als noch einmal das Experiment zu wagen", sagte er.

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