Die finanzielle Lage von 1899 Hoffenheim gibt nach Aussagen von Mäzen Dietmar Hopp Anlass zur Sorge. "2011 werden uns über sieben Millionen Euro fehlen - trotz der Transfer-Einnahmen für Gustavo", erklärte Hopp in der "Rhein-Neckar-Zeitung".

Hoffenheim hatte den Brasilianer Luiz Gustavo in der Winterpause für geschätzte 15 Millionen Euro an den FC Bayern München verkauft. Laut Hopp war der Grund dafür nicht nur, Gustavo den nächsten Schritt seiner Karriere ermöglichen zu wollen. Vielmehr seien solche Spielerverkäufe eine wirtschaftliche Notwendigkeit, "wenn wir nicht den Entzug der Lizenz riskieren wollen", sagte Hopp.

Als Schuldigen für die finanzielle Schieflage macht Hopp vor allem den früheren Manager Jan Schindelmeiser aus. Der habe nach der Herbstmeisterschaft 2008 "hoch dotierte Spielerverträge geschlossen, die uns fast den Hals gebrochen hätten. Die Gehaltskosten sind explodiert."

Insgesamt habe Hoffenheim zwischen 2007 und 2009 ein Minus von rund 65 Millionen Euro gemacht, rechnete Hopp vor. Einen Großteil der Summe hat offensichtlich er selbst ausgeglichen. Vermutungen, er habe bislang 175 Millionen Euro in seinen Heimatklub investiert, korrigierte Hopp jedenfalls nach oben:

"Es geht eher in die Richtung 240 Millionen Euro."

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