Mäzen Dietmar Hopp denkt bei 1899 Hoffenheim über einen Einstieg als Geschäftsführer nach.

"Vielleicht ist es das Beste, wenn man mich zum Geschäftsführer des Vereins macht - ohne Aufgabengebiet und ohne Bezüge", sagte der 70 Jahre alte Milliardär der "Sport Bild".

Hopp und Hoffenheim würden somit die 50+1-Regel umgehen. Paragraf 4 der Lizenzierungsordnung verbietet eine Fremdbestimmung der Vereine.

Hopp hat zwar 99 Prozent des Stammkapitals der Spielbetriebs-GmbH eingebracht, sein Stimmrecht aber auf 49 Prozent begrenzt. Kritiker hatten Hopp im Zuge des Verkaufs von Luiz Gustavo an den deutschen Meister Bayern München eine Verletzung der 50+1-Regel vorgeworfen.

Als weiteres Geschenk will Hopp 1899 möglicherweise die Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim übertragen. "Ich sehe das als Aufbau eines Unternehmens, das eine gute Zukunft hat", sagte Hopp der "Bild-Zeitung". Zuletzt hatte Hopp öffentlich erklärt, dem derzeitigen Bundesliga-Achten bislang mit 240 Millionen Euro unter die Arme gegriffen zu haben.

Hoffenheims Ex-Trainer Ralf Rangnick machte erneut das eigenmächtige Handeln von Hopp und Manager Ernst Tanner beim Gustavo-Transfer als Grund für die Trennung verantwortlich.

Kritik, Rangnick habe ein schlechtes Verhältnis zu seinen Spielern gehabt, wies der 52-Jährige zurück. "Das hat nichts mit der Realität zu tun. Zu großen Teilen der Mannschaft hatte ich ein von gegenseitigem Respekt geprägtes Vertrauensverhältnis", sagte Rangnick der Süddeutschen Zeitung.

Rangnick will zum 1. Juli wieder als Trainer arbeiten. Er könne sich auch ein Engagement in England vorstellen.

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