DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus hält eine Reform des Bundesliga-Spielkalenders vor einer möglichen Winter-WM 2022 in Katar für machbar.

"Ich glaube, dass es keine unüberbrückbare Aufgabe wäre. Wenn man die Möglichkeit hat, Prozesse zu optimieren, können wir über alles reden", sagte Hieronymus.

Hieronymus verwies aber zugleich auf die Schwierigkeiten einer Reform, die eine Bundesliga-Saison im Kalenderjahr vorsehen würde.

"Eine Spielplan-Reform wäre ja kein Thema für Deutschland und die Bundesliga allein. Wir hängen mit unserem Kalender schließlich am Kalender des Weltverbands FIFA", erklärte der 51-Jährige: "Das Ganze grundsätzlich zu prüfen, ist sinnvoll. Wir können aber nicht, je nachdem wie die Weltmeisterschaften fallen, es mal so und dann wieder anders machen."

DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach hielte die von Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler angeregte Reform für eine Revolution.

"Was Rudi vorschlägt, wäre eine Revolution - und zwar nicht eine kleine. Denn es geht ja um über Jahrzehnte eingespielte Abläufe", sagte Niersbach und übte zugleich scharfe Kritik an der FIFA: "Es ist unverständlich, dass eine so zentrale Frage wie der Zeitpunkt einer WM im Nachhinein erörtert werden muss."

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