Ralf Rangnick will vom Sommer an wieder als Trainer arbeiten. "Ich gehe davon aus, nach einer Pause am 1. Juli wieder einzusteigen", sagte Rangnick im Interview der "Süddeutschen Zeitung".

Vor knapp zwei Wochen war er spektakulär beim Bundesligisten 1899 Hoffenheim zurückgetreten. Einen Job in der englischen Premier League wollte der 52-Jährige nicht ausschließen.

"Dass ich für England und den Fußball dort eine größere Affinität habe als wohl jeder andere deutsche Trainer, liegt an meiner Vita", betonte Rangnick. Er habe dort studiert und gelebt.

"Vorstellbar wäre das sicher - zumal in 110 Jahren dort in der ersten Liga noch kein deutscher Trainer war." Rangnick war nach einem Konflikt mit Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp bei 1899 ausgestiegen. Dass sein vorzeitiger Abschied dort vor seinem Vertragsende 2012 mit einem spekulativen Wechsel zum deutschen Ex- Meister VfL Wolfsburg zu tun gehabt haben könnte, schloss er aus.

"Nein, absolut nicht", betonte Rangnick. Trotz Möglichkeiten, für andere Topclubs arbeiten zu können, wäre das für ihn "zu keinem Zeitpunkt" infrage gekommen.

Bei der Trennung von 1899 habe es keinen Gewinner gegeben, sagte er. Er habe auch nicht das Gefühl gehabt, dass man ihn loswerden wollte: "Mobbing schließe ich völlig aus." Die den Rücktritt bewirkende Reise von Hopp und Geschäftsführer Ernst Tanner hinter seinem Rücken nach München wegen des Transfers von Luiz Gustavo wäre "ein Auslöser" gewesen.

Rückblickend sei es "vielleicht" einer der seltsamsten Trainer-Trennungen in der Bundesliga gewesen.

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