Das Scharmützel der Trainer nach dem Abpfiff hatte mehr Unterhaltungswert als die gesamten 90 Minuten zuvor.

"Ich fand es nicht gut, dass Robin vor dem Spiel gesagt hat, wir müssen unbedingt gewinnen. Es ist nicht okay, dass er uns die Favoritenrolle so rüberschiebt", sagte Dieter Hecking vom 1. FC Nürnberg nach dem 1:1 (0:1) beim SC Freiburg. Auf den Konter seines Gegenübers Robin Dutt musste er nur wenige Sekunden warten: "Ungewöhnliche Situationen erfordern eben ungewöhnliche Maßnahmen."

Dutt, der neben seinem Toptorjäger Papiss Cisse (Muskelfaserriss) auf zehn weitere verletzte oder kranke Profis verzichten musste, hatte den Club aufgrund der Freiburger Personalprobleme zum Favoriten erklärt. "Ich glaube nicht, dass das unter der Gürtellinie war. Solche Spielchen gehören dazu. Irgendwas muss man als Trainer ja auch tun. Ich wollte Druck von meiner Mannschaft nehmen", sagte Dutt, der am Ende aber nachgab: "Wenn es etwas zu entschuldigen gibt, dann mache ich das."

Für Hecking, dessen Mannschaft einen wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg holte und nunmehr 23 Zähler auf dem Konto hat, war das Thema damit erledigt. "Das nehme ich an", sagte er. Nach dem Schlusspfiff hatte er Dutt bereits in den Arm genommen.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel