Der FC St. Pauli gerät im Wettskandal in Erklärungsnot, verfolgt die neue Enthüllung um seine mögliche Verwicklung jedoch weiter gelassen.

"Wir sind da unaufgeregt. Wir stehen mit der DFL und der Staatsanwaltschaft in Kontakt. Ansonsten werden wir das Thema weder kommentieren noch bewerten", sagte Teammanager Christian Bönig.

Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin "Spiegel" berichtet, laut Aussage des Wettpaten Marijo C. seien drei Zweitliga-Partien der Hamburger von Spielern manipuliert gewesen.

Seit den Enthüllungen des ehemaligen St.-Pauli-Profis Rene Schnitzler bestanden bereits Verdachtsmomente bei fünf Begegnungen der Hanseaten aus dem Jahr 2008. Marijo C. nannte eine bisher noch nicht in den Fokus gerückte Partie: St. Paulis Heimspiel am 11. Mai 2008 gegen Alemannia Aachen (0:2).

Damit erhöht sich die Gesamtzahl der umstrittenen Spiele der Hamburger auf sechs.

Marijo C. nannte zudem die Auswärtspartien beim FSV Mainz 05 am 18. Mai (1:5) und am 23. November 2008 (2:2).

Das geht nach "Spiegel"-Informationen aus dem Protokoll eines Verhörs vom 2. Dezember 2010 hervor, bei dem Marijo C. im Bochumer Polizeipräsidium sechseinhalb Stunden lang über seine kriminellen Machenschaften bei Fußballwetten redete.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel