Ruud van Nistelrooy vom Hamburger SV ist nach dem Scheitern seines Wechsels zu Real Madrid nicht gut auf die Vereinsführung der Hanseaten zu sprechen.

Die Absage des HSV zu einer Rückkehr zu seinem Ex-Club sei "ein großes Ärgernis", sagte der Niederländer der Sportzeitung "AS". "Gegen die Fans, meine Mitspieler oder den Trainer kann ich nichts sagen. Es war der Verein, der die Entscheidung getroffen hat."

Er war sogar bereit, einen Teil der Ablösesumme aus eigener Tasche zu zahlen. Gegenüber der Zeitung "Marca" äußerte van Nistelrooy: "Ich habe den HSV inständig darum gebeten, es mir zu erlauben, meinen Traum zu erfüllen. Aber nun bleibe ich hier (bei den Hamburgern), auch wenn mein Herz für Madrid schlägt."

Er werde seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag beim HSV nicht verlängern. "Ich werde zu einem anderen Club gehen", sagte er.

Bei einem Wechsel zu Real hätte er darauf hoffen können, die Champions League zu gewinnen. "Nun werde ich meine Karriere beenden, ohne diesen Titel jemals gewonnen zu haben", beklagt der Angreifer. "Das schmerzt mich."

Auf die Frage, ob er beim HSV nicht in den Streik treten und so einen Wechsel zu Real hätte erzwingen können, antwortete Van Nistelrooy: "Das ist nicht meine Art." Er sei ein Profi und halte sein Wort. "Niemand hatte mich gezwungen, beim HSV zu unterschreiben. Nun muss ich meinen Vertrag erfüllen."

Real Madrid verpflichtete nach dem vergeblichen Werben um den HSV-Stürmer Emmanuel Adebayor von Manchester City. Der spanische Rekordmeister leiht den Angreifer angeblich für 2,1 Millionen Euro bis zum Saisonende aus.

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