Bayern-Trainer Louis van Gaal hat sich vehement gegen die Kritik der früheren Münchner Stars Mehmet Scholl und Oliver Kahn gewehrt.

"Das ist Papageienmusik", sagte van Gaal zu Aussagen der Ex-Spieler, die den Stil des Niederländers kritisiert hatten. "Mit Kahn habe ich nie gesprochen", sagte van Gaal. Mit Scholl habe er nur wenig Kontakt gehabt.

Auch an der Kritik von Klub-Präsident Uli Hoeneß hat der Trainer wohl weiter zu knabbern. "Mein Präsident hat Kritik geäußert. Das ist okay so", erklärte er zwar, schob aber vielsagend hinterher: "Diese Person ist nicht immer an der Säbener Straße, das kann ich erzählen."

Die personelle Situation - beim Pokal-Erfolg in Aachen saßen zwei Nachwuchsspieler auf der Bank - macht van Gaal ebenso Sorgen. "Ich habe einen etwas zu kleinen Kader", sagte er auf SPORT1-Nachfrage.

Man sei durch die Abgänge im Winter (Mark van Bommel, David Alaba, Edson Braafheid, Martin Demichelis) ein Risiko eingegangen, um den Spielern ihre Wünsche erfüllen zu können.

Zur Kritik von Scholl, der van Gaal unter anderem einen zu rigiden Führungsstil geworfen hatte, ließ der Niederländer wissen:

"Im Gegensatz zu dem, was Scholl gesagt hat, denke ich, dass wir ein sehr warmer Verein sind. Und wir gehen sehr ehrlich und menschlich mit den Spielern um."

Die Auswärtsschwäche des Rekordmeisters macht van Gaal unter anderem an der seiner Ansicht nach schlechten Rasenqualität auf vielen fremden Plätzen fest. "Die meisten Plätze sind nicht so gut vorbereitet, die Plätze sind nicht so gut wie in der Allianz Arena. In Stuttgart, Wolfsburg und Aachen - das war nicht bundesligareif", motzte er.

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