Der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Urs Meier hat nach der Attacke von Bayern Münchens Arjen Robben gegen Mitspieler Thomas Müller eine nachträgliche Sperre gefordert.

"Wenn der Schiedsrichter in Bremen die Verfehlung Robbens gesehen hätte, hätte er ihm auch nach dem Abpfiff zwingend noch Rot zeigen müssen", sagte der 52-Jährige im Gespräch mit der Schweizer Zeitung "Tagesanzeiger" und forderte: "Die Liga müsste sich in diesem Fall einschalten und nachträglich Sanktionen aussprechen."

Robben war Müller nach dem 3:1-Erfolg des deutschen Rekordmeisters bei Werder Bremen an die Gurgel gegangen. Während der Partie hatte Müller in Richtung Robben einige Male wegen der angeblich zu eigensinnigen Spielweise des Niederländers wild gestikuliert, was dieser als "respektlos" bewertete.

Für die beiden Streithähne wie auch für den Klub ist die Sache allerdings bereits erledigt. Es sei ein "Vier-Augen-Gespräch unter Männern" geführt worden. "Das Thema ist vom Tisch", sagte FCB-Sportdirektor Christian Nerlinger.

Auch eine nachträgliche Sperre seitens des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ist ausgeschlossen, da Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) und seine Assistenten den Vorfall nicht gesehen und demnach diesen Vorfall auch nicht im Spielbericht vermerkt hatten.

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