Nach dem Fan-Aufstand gegen Felix Magath hat auch Aufsichtsratschef Clemens Tönnies den Trainer und Manager von Schalke 04 kritisiert. "Auf Schalke muss man die Fans mitnehmen. Das hat er versäumt", sagte Tönnies auf SPORT1. "So ist er selbstverschuldet in die Kritik gekommen."

Magath war wegen seiner Transferpolitik in der vergangenen Woche auf heftigen Widerstand der organisierten Schalker Anhänger getroffen. Vor allem die Last-Minute-Verpflichtungen der anderswo ausgemusterten Altstars Angelos Charisteas und Ali Karimi waren bei den Fans auf Unverständnis gestoßen. Zudem warfen sie Magath vor, mit den insgesamt 40 Neuen in 19 Monaten der Mannschaft jegliche Identität geraubt zu haben.

Die einflussreiche Fan-Vertretung "Supporters Club" hatte den Aufsichtsrat deshalb aufgefordert, den "Irrsinn der letzten Tage zu stoppen". Auch der Dachverband SFCV hatte "Sorgen und Ängste" der Fans registriert und wollte sich um einen Termin mit dem Aufsichtsrat bzw. Vorstand zur Klärung der Situation bemühen.

Der Kritisierte wehrte sich und rechnete vor, dass er seit seinem Amtsantritt lediglich 34 Spieler verpflichtet habe, davon 26 von anderen Vereinen und acht aus der eigenen Jugend oder den Amateuren. "Auf Schalke ist kein Durcheinander, es läuft alles nach Plan", sagte Magath im Aktuellen Sportstudio des ZDF. Mit zehn Spielern aus dem eigenen Nachwuchs oder den Amateuren gebe es zudem mehr Identifikationsfiguren als vor seinem Einstieg auf Schalke.

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