Unabhängig von künftigen Partnern, der veränderten Medienwelt und sogenannten "neuen Playern" werden die "Salami-Spieltage" der Bundesliga in Zukunft nicht weiter zerstückelt.

Dies versprach der Vorsitzende der Geschäftsführung der DFL, Christian Seifert, auf dem Sportbusiness-Kongress (SpoBiS) in Düsseldorf.

"An den Spielplan werden wir nicht rangehen. Mehr Anstoßzeiten sind dem Fan nicht zuzumuten", sagte Seifert.

Derzeit finden die neun Bundesliga-Spielen zu bis zu fünf verschiedenen Anstoßzeiten, verteilt über drei Tage, statt. Die 2. Bundesliga spielt sogar an vier verschiedenen Tagen.

Auch in der veränderten Medienlandschaft sei die von Bayern Münchens Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge erhoffte Verdoppelung auf 800 Millionen Euro pro Jahr noch nicht bei der nächsten Ausschreibung 2012 zu erwarten.

"Er hat von mittelfristig gesprochen", betonte Seifert: "Bayern München ist der wirtschaftlich am besten geführte Verein in Europa. Es ist klar, dass er daran zu knabbern hat, wenn er sieht, dass in Deutschland weniger bezahlt wird als in anderen Ländern. "

Der lukrative Pay-TV-Markt sei hierzulande bei weitem nicht so ausgeprägt wie beispielsweise in England.

Die Gründung eines eigenen Ligasenders nach niederländischem Vorbild schloss Seifert derweil erneut aus.

"Unser Statement steht: wenn uns niemand zwingt, werden wir das nicht tun", erklärte er.

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